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Kostenlos · zum Mitsingen · allein, im Chor, mit Kindern

Einsingübungen der Reihe nach, zum Mitsingen.

Gutes Einsingen geht immer denselben Weg: Körper lockern, Atem, sanfte Klänge wie Summen und Lippenflattern, Sirenen, Tonleitern, Vokale, zum Schluss zurück in die Sprechlage. Fünf bis fünfzehn Minuten reichen. Die erste Zeile unten spielt den Teil mit Tönen vor, vom Atmen bis zum Summen abwärts, in deiner Lage, und du singst nach. Das Lockern machst du vorher selbst (Schritt 1 unten). Darunter jede Übung in Schritten, ein Ablauf für den Chor und Übungen für Kinder.

Mika wärmt sich mit einem langen Strecken auf dem Boden auf, Vorderpfoten zuerst. Deins kommt mit Tönen.

  1. Hier anfangen: das Einsingen selbstEinsingen

    Zwei bequeme Töne legen deine Lage fest, dann spielt es Summen, Lippenflattern, Sirenen und Fünftonläufe vor, und du singst nach. Fünf, zehn oder fünfzehn Minuten, Pause oder Überspringen jederzeit.

    Mikro
  2. Wo ist deine Stimme bequem?Stimmumfang-Test

    Dein tiefster und höchster bequemer Ton und die Stimmlage, der er am nächsten liegt. Beim nächsten Einsingen gibst du die zwei Töne ein und sparst dir den Check.

    Mikro
  3. Warm: Hältst du einen Ton?Einen Ton halten

    Acht Sekunden auf einem Ton, als Linie gezeichnet: wie ruhig er bleibt, ob er wandert, und dein Vibrato, falls du eins hast.

    Mikro
  4. Warm: spiel damitTöne nachsingen: das Spiel

    Ein Ton erklingt, du singst ihn nach, die Serie wächst und die Töne liegen weiter auseinander. Gut, um nach der Routine locker zu bleiben.

    Mikro
  5. Bereit? Kurz prüfen vor dem SingenKann ich richtig singen?

    Fünf Töne vorgespielt, jeder nachgesungen, und wie weit jeder daneben lag. Deine Töne klingen neben den Zieltönen, du hörst es also auch.

    Mikro
  6. Dann sing etwasBrumm, die App

    Summ eine Linie über einen laufenden Beat, und sie wird ein Instrument im Track. Mit warmer Stimme klappt das am besten.

    Mikro
Warm? Sing über einen TrackEin Beat, ein Bass, deine Linie als Instrument. Ohne Konto.Brumm öffnen
Mika, der Resident, ausgestreckt auf einem Holzboden, die Vorderpfoten zur Kamera

Einsingen in 5, 10 oder 15 Minuten

So läuft die Routine der ersten Zeile. Zuerst singst du zwei Töne, deinen tiefsten und deinen höchsten bequemen, oder du gibst sie ein. Dann spielt jede Übung vor, und du singst nach. Runde für Runde rücken die Töne durch deine Lage hinauf und wieder zurück, in fünf Minuten in größeren Schritten (meist ein Ganzton bis eine Quarte), in fünfzehn meist in Halb- und Ganztönen, immer mit einem Halbton Abstand zu beiden Rändern. Ohne Mikrofon zeigt ein Ein-Minuten-Beispiel, wie es klingt.

  1. 5 Minuten · vor der Probe, im Auto, schnell

    Atmen, Summen, Lippenflattern, Sirenen, Fünftonläufe (der längste Teil), ein Seufzer und Summen abwärts. Sieben Übungen, genug, damit die Stimme leicht anspricht.

  2. 10 Minuten · das tägliche Einsingen

    Dieselben Übungen mit mehr Runden, dazu „nei“ auf den drei Tönen eines Durdreiklangs und „mi, me, ma, mo, mu“ auf fünf fallenden Tönen. Neun Übungen, eine gute Routine für jeden Tag.

  3. 15 Minuten · vor dem Auftritt oder der Gesangsstunde

    Alles mit noch mehr Runden, dazu ein Oktavsprung auf „i“, wenn zwischen deinem tiefsten und höchsten bequemen Ton mindestens eine Oktave und ein Ganzton liegen (etwa c bis d1). Zehn Übungen (neun ohne Oktavsprung), für den Tag mit Auftritt oder Gesangsstunde.

Die Einsingübungen Schritt für Schritt, und warum sie wirken

Lockern und Atmen
Erst der Körper, dann der Atem. Schultern, Nacken und Kiefer halten die meiste Spannung, und die hört man im Ton. Das lange „sss“ danach ist Atemstütze im Kleinen: ausatmen, ohne dass die Luft auf einmal wegbricht.
  1. Schultern dreimal hochziehen und fallen lassen, dann rückwärts kreisen. Den Kopf langsam von einer Schulter zur anderen rollen, nicht in den Nacken. Beide Arme über den Kopf und langsam zu jeder Seite neigen, damit die Flanken weit werden.
  2. Den Mund öffnen wie beim Gähnen, drei Sekunden halten, den Kiefer locker hängen lassen. Wangen und Kiefergelenk mit den Fingern kreisend massieren.
  3. Füße hüftbreit, Knie nicht durchgedrückt. Vier Zählzeiten durch die Nase einatmen, so dass sich Bauch und Flanken weiten und die Schultern unten bleiben.
  4. Acht Zählzeiten auf ein leises, gleichmäßiges „sss“ ausatmen. Dreimal; zum Schluss acht kurze Stöße auf „sch“ oder „ts“, die das Zwerchfell spürbar machen.
Summen
Mit geschlossenen Lippen schwingt die Stimme leise und ohne Vokal, den du einstellen müsstest. Das Kribbeln an Lippen und Nase zeigt, dass der Ton vorne sitzt. Chorleiter nennen m, n und ng Klinger: Konsonanten, auf denen der Ton weiterklingt.
  1. Lippen locker aufeinander, Zähne auseinander, die Zungenspitze hinter den unteren Schneidezähnen.
  2. Ein „mm“ auf einem Ton nahe deiner Sprechstimme, so leise wie ein Gespräch am Nebentisch.
  3. Drei Töne hinauf und zurück, dann einen Halbton höher. Kein Kribbeln? Leiser summen, nicht lauter, und den Kiefer dabei langsam kauen lassen.
Lippenflattern, Zungen-R und Strohhalm
Alle drei verengen den Ausgang vor dem Mund. Der Gegendruck lässt die Stimmlippen mit weniger Kraft schwingen; die Stimmforschung nennt das Übungen mit halbverschlossenem Vokaltrakt (Ingo Titze, Journal of Speech, Language, and Hearing Research, 2006). Darum stehen sie am Anfang fast jedes Einsingens, und Logopäden setzen sie in der Stimmtherapie ein.
  1. Lippen locker, Luft durchblasen, bis sie flattern wie ein Motorboot, „brrr“, erst ohne Ton.
  2. Stimme dazu und neun Töne singen: fünf hinauf, vier zurück. Bleiben die Lippen stehen, drück die Wangen mit zwei Fingern leicht nach innen.
  3. Geht es gar nicht: ein gerolltes Zungen-R oder ein „u“ durch einen Strohhalm, derselbe Effekt. Drei, vier Runden, jede einen Halbton höher.
Sirenen
Ein Gleiten ohne feste Töne von tief nach hoch und zurück. Dabei geht die Stimme durch den Registerübergang von Brust- in Kopfstimme und lernt, ihn ohne Bruch zu nehmen. Gut für die Höhe, ohne nach ihr zu greifen.
  1. Auf „ng“ wie am Ende von „sing“ oder auf „u“ beginnen, auf einem tiefen, bequemen Ton.
  2. Langsam hinaufgleiten, so weit es leicht bleibt, und ohne Absatz zurück, etwa zwei Sekunden pro Richtung.
  3. Jede Sirene ein Stück weiter als die letzte. Kippt die Stimme oben, lass sie kippen und mach leiser weiter; das Kippen wird mit der Zeit kleiner.
Fünftonläufe (1-2-3-4-5-4-3-2-1)
Die Grundübung jedes Einsingens: fünf Töne einer Durtonleiter hinauf und zurück, c-d-e-f-g-f-e-d-c, dann dasselbe einen Halbton höher. Sie übt Intonation, gleiche Vokale und Umfang in einem. Nicht zu verwechseln mit einer Fünftonleiter, das ist die Pentatonik.
  1. Sing 1-2-3-4-5-4-3-2-1 auf „a“ oder „o“, von einem tiefen, bequemen Ton aus, auf einem Atem.
  2. Die nächste Runde beginnt einen Halbton höher, am Klavier also cis statt c.
  3. Einen Ton, bevor es eng wird, hörst du auf und gehst auf demselben Weg in Halbtönen zurück.
„Nei“ und Vokale
„Nei“ auf einem Dreiklang bringt einen hellen Klang nach vorne, ohne zu drücken. Die Vokalreihe danach gleicht die Vokale an: Ein „i“ soll nicht dünner klingen als ein „a“, und genau daran hört man einen Chor.
  1. Sing „nei“, hell und ruhig etwas albern, auf Grundton, Terz, Quinte, Terz, Grundton (c-e-g-e-c).
  2. Dann fünf Töne abwärts auf einem Atem: „mi, me, ma, mo, mu“ (g-f-e-d-c).
  3. Bei „ma“ fällt der Kiefer von allein; die Zungenspitze bleibt an den unteren Zähnen.
Der Oktavsprung
Ein Sprung zum achten Ton der Tonleiter, oben leicht. Er bereitet auf große Intervalle in Liedern vor und zeigt, ob Brust- und Kopfstimme schon verbunden sind. Nur für eine warme Stimme, darum steht er spät.
  1. Sing einen bequemen tiefen Ton auf „i“.
  2. Spring auf denselben Ton eine Oktave höher, dann Quinte, Terz und zurück zum Anfang (1-8-5-3-1).
  3. Fühlt sich der obere Ton nach Strecken an, sing ihn leiser oder lass die Übung aus.
Zum Abschluss: Gähn-Seufzer und Summen abwärts
Der Schluss bringt die Stimme zurück in die Sprechlage. Das Gähnen weitet den Rachen und senkt den Kehlkopf, der Seufzer danach lässt los. Dieselben zwei Minuten taugen nach dem Singen zum Abwärmen.
  1. Mit geschlossenem Mund gähnen, dann auf „a“ von hoch nach tief seufzen.
  2. Fünf Töne abwärts summen, von der Mitte deines Umfangs aus, jede Runde etwas tiefer.
  3. In der Sprechlage aufhören und einen Satz sagen: Er sollte sich leicht anfühlen.

Einsingen im Chor: ein Ablauf für die Probe

Ein Chor singt sich gemeinsam ein, am Anfang der Probe, zehn bis fünfzehn Minuten. Die Reihenfolge ist dieselbe wie allein; am Ende kommt etwas dazu, das alle zum Chor macht: ein Kanon, ein Echo, ein Akkord, den alle halten. Pünktlich anfangen, auch wenn noch nicht alle da sind; wer später kommt, steigt ein.

MinuteWasZum Beispiel
0–2Ankommen, KörperSchultern kreisen, strecken und mit einem Seufzer fallen lassen, Wirbel für Wirbel aufrichten, Arme und Beine abklopfen
2–4Atem„sss“ auf acht Zählzeiten, Stöße auf „f“, dann „p-t-k“ wie eine Dampflok
4–8Klinger und GleitenSummen, Lippenflattern, Sirenen auf „ng“
8–12Töne und VokaleFünftonläufe in Halbtönen, „nei“ auf dem Dreiklang, „mi-me-ma-mo-mu“; „ho-ho-ho“ staccato auf dem Dreiklang, der Impuls aus dem Bauch; ein Ton von leise nach laut und zurück
12–15Zusammenein Kanon, Echo-Singen, ein Dreiklang, den der Chor aushält und leiser werden lässt

Starttöne für Sopran, Alt, Tenor und Bass

Kein Ton passt allen. Der übliche Kompromiss: Frauen und Männer singen dieselbe Übung eine Oktave auseinander, und jede Stimmgruppe hört auf, wenn es eng wird. Richtwerte für die Fünftonläufe, mit dem Grundton der ersten und der letzten Runde (c1 ist das eingestrichene c, das mittlere C am Klavier):

StimmgruppeErster GrundtonLetzter GrundtonHöchster Ton der Übung
Sopranc1c2g2
Altag1d2
Tenorcc1g1
BassFfc1
Kinderc1g1d2

Die Tiefe übt man abwärts: Alt und Bass nehmen dieselben Läufe von ihrem ersten Grundton aus einen Halbton nach dem anderen nach unten, nur so weit, wie es entspannt bleibt. Wer den eigenen Bereich nicht kennt: Der Stimmumfang-Test findet ihn mit zwei Tönen, der Stimmlagen-Test sagt, welcher Gruppe er am nächsten liegt.

Lustige Einsingübungen für den Chor

  • Namensspiel: Reihum singt jede und jeder den eigenen Namen auf einem freien Ton, der Chor singt ihn als Echo zurück. Gut für neue Gruppen.
  • Zungenbrecher auf einem Ton: „Fischers Fritz fischt frische Fische“ oder „Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid“, erst langsam, dann einen Halbton höher und schneller. Gut vor Stücken mit viel Text.
  • Die Biene: ein Summen auf stimmhaftem „s“, das einem Finger durch den Raum folgt; auf ein Zeichen fliegt sie durch die Nase in den Kopf und wird zum „m“.
  • Kanon: „Bruder Jakob“ oder „Es tönen die Lieder“, erst einstimmig, dann in zwei oder drei Gruppen. Die eigene Stimme halten, während daneben eine andere läuft, ist genau das Hören, das Chorsingen braucht.
  • Klanglandschaft: ein Gewitter, ein Bahnhof, ein Wald bei Nacht, nur aus Atem, Lippen und Stimme, ohne vorgegebene Töne.

Die Routine oben ist für die Vorbereitung zu Hause gemacht, nicht als Vorsängerin für die Probe: Sie hört eine Stimme, keinen Chor. Für lange Töne danach: einen Ton halten.

Wann und wie lange einsingen

  • Vor allem, was zählt: Probe, Chor, Gesangsstunde, Auftritt. Zehn Minuten reichen meist; fünfzehn vor einem langen Abend. Liegt mehr als eine Stunde zwischen Einsingen und Auftritt, sing dich kurz vorher noch einmal fünf Minuten ein.
  • Morgens ist die Stimme tiefer und träger als am Abend. Fang mit fünf Minuten Summen und Lippenflattern an, bevor Tonleitern kommen.
  • Nicht direkt nach Schreien, einem langen Telefonat oder mit Erkältung, wenn die Stimme müde ist. Erst ausruhen; Einsingen macht eine müde Stimme nicht frisch.
  • Jeden Tag, wenn du singen lernst. Kurz und regelmäßig schlägt lang und selten. Nach etwa zwanzig Minuten singst du dich nicht mehr ein, du übst.

Wann aufhören

  • Wenn etwas wehtut, kratzt oder in Husten kippt, hör für heute auf. Einsingen soll sich leicht anfühlen.
  • Wenn sich eine Runde nach Strecken anfühlt, überspring sie. Die Routine oben hält jeden Ton einen Halbton innerhalb deiner Lage; die Ränder können warten.
  • Bleib leise. Halbe Sprechlautstärke reicht; lauter ist nicht wärmer.
  • Wenn deine Stimme seit mehr als zwei Wochen heiser ist, geh zur HNO-Ärztin oder zum Phoniater. Einsingen heilt nichts.

Was die Werkzeuge hier können und was nicht

Sie lesen die Tonhöhe: welchen Ton du singst und ungefähr, wie nah er am vorgespielten liegt. Sie beurteilen weder deine Stimme noch ihren Klang, und sie sehen Atem und Haltung nicht so, wie eine Gesangslehrerin es tut. Die Routine sagt in ein paar ruhigen Worten, ob du ungefähr auf dem Ton bist; Punkte gibt es keine.

Einsingübungen mit Kindern, im Kinderchor und in der Schule

Kinder singen sich mit denselben Bausteinen ein, nur kürzer und mit Bildern statt Erklärungen. Zwei Dinge sind anders. Kinderstimmen liegen höher, gut ist etwa c1 bis d2 (C4 bis D5); wer zu tief anstimmt, zieht die Kinder in die Sprechlage, wo sie brummen statt singen. Und keine Übung dauert länger als eine Minute. Im Jugendchor singen Jungen im Stimmwechsel nur, was ohne Druck geht, meist in einem kleinen Umfang um die Sprechlage; die Tabelle oben passt für sie noch nicht.

  • Äpfel pflücken: strecken, nach oben greifen, mit einem Gähnen fallen lassen.
  • Kerzen auspusten: kurze Stöße auf „f“ gegen die Finger, dann Seifenblasen: lang und vorsichtig, damit sie nicht platzen.
  • Die Tür zur Überraschung: gespannt einatmen, Tür auf, ein glücklicher Seufzer von hoch nach tief.
  • Feuerwehr und Rakete: die Sirene als Martinshorn oder als Rakete, die startet und landet.
  • Echo: eine kurze Melodie vorsingen, die Gruppe singt sie zurück, mal laut, mal geflüstert.

Zwei dieser Spiele gibt es bei Brumm Kids im Browser: die Stimmen-Rakete und das Echo-Singen. Mehr für den Unterricht: Musikspiele für die Grundschule.

Einsingübungen als PDF, mit Noten und am Klavier

Ein PDF zum Herunterladen gibt es hier nicht; über Teilen oder Drucken im Browser lässt sich diese Seite aber mit beiden Tabellen als PDF sichern. Am Klavier reichen drei Muster, jedes Runde für Runde einen Halbton höher gerückt: der Fünftonlauf c-d-e-f-g-f-e-d-c, der Dreiklang c-e-g-e-c und die fallende Reihe g-f-e-d-c. Zum Begleiten spielst du den Lauf mit oder hältst darunter den Dur-Akkord des Grundtons (zum Lauf auf c: c-e-g). Vor der nächsten Runde schlägst du den neuen Akkord an (cis-eis-gis, gegriffen als des-f-as), damit alle den neuen Anfang hören. Die Starttöne stehen in der Tabelle oben; ohne Klavier spielt sie der Tongenerator.

Mehr Übungen mit Noten stehen in Büchern, mit denen viele Chorleiter arbeiten: „Handbuch der chorischen Stimmbildung“ von Wilhelm Ehmann und Frauke Haasemann (Bärenreiter), „200 Einsingübungen für Chöre und Solisten“ von Klaus Heizmann, „Das Praxisbuch der Chor-Warm-ups“ von Sally K. Albrecht und „Warm Up Your Choir“ von Bertrand Gröger, mit 22 fertigen Einsingprogrammen. Kostenlos als PDF mit Noten gibt es Übungssammlungen etwa vom Deutschen Liturgischen Institut („Einsing-Übungen für Kantor/innen, Vorsänger/innen …“) und aus der Schweiz die Sammlung „Einsingen um 9“.

Häufige Fragen zum Einsingen

Wie lange sollte man sich einsingen?

Zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Singen, fünf, wenn es schnell gehen muss. Länger heißt nicht besser. Wie viel eine Stimme braucht, ist verschieden: Manche ist nach fünf Minuten bereit, manche nach fünfzehn.

Was bringt Einsingen?

Atem, Lippen, Zunge und die kleinen Muskeln im Kehlkopf arbeiten zusammen, bevor du etwas Schweres von ihnen willst. Die Forschung dazu ist dünner als ihr Ruf: Die meisten Sängerinnen und Sänger singen sich ein und berichten, dass es hilft (eine Umfrage von Gish und anderen, Journal of Voice, 2012), gemessene Effekte auf den Klang sind klein und uneinheitlich (Elliot, Sundberg und Gramming, Journal of Voice, 1995: der Druck, bei dem der Ton gerade anspringt, sank nach dem Einsingen bei manchen Sängern und stieg bei anderen). Im Chor kommt etwas dazu, das keine Studie misst: Nach zehn Minuten sind alle im Raum angekommen.

Wie singe ich mich als Anfänger ein?

Mit den fünf Minuten der Routine oben, jeden Tag. Fang mit Summen, Lippenflattern und Sirenen an; Fünftonläufe kommen, wenn die Stimme leicht anspricht. Die zwei häufigsten Fehler am Anfang: zu laut und zu hoch. Wie du überhaupt anfängst: Singen lernen: der Anfang.

Kann ich mich leise einsingen, in der Wohnung?

Weitgehend ja. Summen, Lippenflattern und der Strohhalm sind die leisesten Übungen und zugleich die wichtigsten; ein Strohhalm in einem halb vollen Wasserglas dämpft noch mehr. Tonleitern auf halber Sprechlautstärke reichen fürs Einsingen.

Muss ich mich nach dem Singen abwärmen?

Nach einer langen Probe oder einem Auftritt helfen zwei Minuten: ein Gähn-Seufzer, Summen abwärts, ein leichtes Lippenflattern nach unten, bis du wieder in der Sprechlage bist. Danach eine Weile wenig reden.

Jedes Werkzeug öffnet das Mikrofon auf einen Tipp und schließt es, wenn du aufhörst. Deine Stimme wird im Browser gelesen, nichts wird gespeichert oder gesendet. Wie die Seite Besuche zählt.

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