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Welche Stimmlage habe ich?

Drei gehaltene Töne: einer, wo sich deine Stimme am leichtesten anfühlt, dann dein tiefster und dein höchster bequemer Ton. Der Test nennt die Stimmlage, zu der du neigst, von Bass bis Sopran, und ihren nächsten Nachbarn. Wo deine Stimme zu Hause ist, zählt mehr als die Extreme.

Mika, der Resident

Mika will drei gehaltene Töne hören. Er achtet darauf, wo deine Stimme leicht liegt, und nennt die Lage.Summ oder sing ein „ah“, wo sich deine Stimme am leichtesten anfühlt, wie beim Mitsingen im Radio. Halt es, bis der Balken durch ist. Das Mikrofon geht gleich danach aus; nichts wird aufgenommen oder verschickt.

So findest du deine Stimmlage mit dem Test

Summ oder sing zuerst ein „ah“ auf dem Ton, mit dem du im Radio mitsummen würdest: nicht tief, nicht hoch, einfach bequem. Dann geh hinunter bis zum tiefsten Ton, der noch klar klingt, ohne Knarzen, und hinauf bis zum höchsten, auf dem du noch eine Zeile singen könntest, ohne Pressen und ohne Quietschen. Halt jeden, bis der Balken durch ist. Jeder Ton wird als eine ruhige Tonhöhe gelesen und nach der nächsten Klaviertaste benannt (C4 ist das eingestrichene c′, A4 = 440 Hz). Etwa zwei Drittel des Ergebnisses kommen vom leichten Ton, ein Drittel von der Mitte deines Umfangs. Eine Minute Summen oder Lippenflattern vorher hilft: Mit kalter Stimme fehlen oben und unten ein paar Töne.

Stimmlage ist nicht dasselbe wie Stimmumfang

Der Stimmumfang sagt, wie weit deine Stimme reicht, die Stimmlage, wo sie wohnt. Ein Bariton und ein Tenor singen oft beide etwa von C3 bis G4 (c bis g′), aber der Tenor ist oben darin zu Hause, der Bariton weiter unten. Diesen bequemen Bereich nennen Sänger die Tessitur, oft etwa eine Oktave breit. Eine Gesangslehrerin bestimmt die Lage nach vier Dingen: Umfang, Tessitur, wo die Stimme umschaltet, und Farbe und Gewicht. Dieser Test misst die ersten zwei. Die anderen zwei kannst du unten selbst prüfen.

Die Stimmlagen von Frauen und Männern und ihr Tonumfang

Von tief nach hoch: Bass, Bariton und Tenor sind meist Männerstimmen, Alt, Mezzosopran und Sopran meist Frauenstimmen. Die Umfänge unten sind die bequemen aus Chor und Klassik, in wissenschaftlicher Schreibweise und in Klammern so, wie sie in deutschen Noten heißen. Tabellen verschieben sie um einen Ton oder zwei (Bariton hier G2–G4, anderswo A2–A4), weil es Konventionen sind, keine Messungen. Die letzte Spalte ist der leichte Ton, den der Test als Mitte jeder Lage hört: Ein leichter Ton um F3 neigt zum Bariton, einer um G4 zum Mezzosopran.

StimmlageÜblicher UmfangIn HzLeichtester Ton
BassE2–E4 (E–e′)82–330D3 (d)
BaritonG2–G4 (G–g′)98–392F3 (f)
TenorC3–C5 (c–c″)131–523A♯3 (ais/b)
AltF3–F5 (f–f″)175–698D♯4 (dis′/es′)
MezzosopranA3–A5 (a–a″)220–880G4 (g′)
SopranC4–C6 (c′–c‴)262–1047A♯4 (ais′/b′)

Die Hz sind der Grundton jeder Note, gleichstufig gestimmt mit a′ = 440 Hz. Beim Sprechen liegen die meisten Männer etwa zwischen 85 und 155 Hz, die meisten Frauen zwischen 165 und 255 Hz (R. J. Baken, Clinical Measurement of Speech and Voice, 1987). Eine tiefe Sprechstimme deutet auf eine tiefe Stimmlage hin, beweist sie aber nicht. Welche Frequenz ein gehaltener Ton hat, zeigt der Pitch Detector.

Bin ich Sopran oder Alt? Tenor oder Bariton?

Die meisten ungeübten Stimmen landen zwischen zwei Nachbarn, dafür steht der zweite Name im Ergebnis. Drei Proben entscheiden es meistens.

1. Wo singst du entspannt?

Sing den Refrain eines Lieds, das du gut kennst, ohne Musik dazu, und lass die Stimme die Tonart wählen; In welcher Tonart singe ich? nennt sie dir. Dann fang denselben Refrain drei Halbtöne tiefer an und noch einmal drei Halbtöne höher. Frag dich, welche der drei Fassungen du zehn Minuten lang singen könntest. Ist es die tiefere, spricht das für die tiefere deiner zwei Lagen, ist es die höhere, für die höhere.

2. Wo schaltet deine Stimme um?

Gleite langsam auf „ah“ von tief nach hoch, wie eine Sirene, und hör, wo der Klang von voll zu leichter kippt oder bricht. Das ist dein Registerwechsel (Passaggio), der Übergang von der Bruststimme in die Kopfstimme, und er liegt bei höheren Stimmen höher. Halt den Ton kurz darunter mit Welchen Ton singe ich?, dann hast du seinen Namen.

  • Männer: Der obere Wechsel liegt bei Bässen um d′ (D4), bei Baritonen um es′ bis e′, bei Tenören um f′ bis g′.
  • Frauen: Aus der Bruststimme gehen die meisten um e′ bis f′; beim oberen Wechsel trennen sich die Lagen, etwa d″ beim Alt, e″ beim Mezzosopran, fis″ beim Sopran.

Die Werte sind Näherungen nach den Tabellen von Richard Miller (The Structure of Singing, 1986; Training Soprano Voices, 2000); leichte Stimmen wechseln jeweils etwas höher.

3. Farbe und Gewicht

Nimm den entspannten Refrain auf und hör ihn über einen Lautsprecher an: Von innen klingt deine Stimme dunkler, als andere sie hören. Eine leichte Stimme ist wendig und klingt heller, als ihr Ton ist; eine schwere braucht mehr Atem, um sich zu bewegen, und trägt in der Tiefe. Hell und wendig spricht für die höhere Lage, dunkel und träge für die tiefere. Ein Mikrofon kann das nicht beurteilen, auch dieses nicht; eine Gesangslehrerin hört es meist schon beim ersten Termin.

Stimmlagen im Chor: Sopran 1, Alt 2 und so weiter

Ein gemischter Chor singt meist vierstimmig, Sopran, Alt, Tenor, Bass, und teilt jede Stimme in 1 (höher) und 2 (tiefer). Mezzosoprane singen meist Sopran 2 oder Alt 1, Baritone meist Bass 1, manche Tenor 2. Im Männerchor heißen die vier Stimmen Tenor 1, Tenor 2, Bass 1 (Bariton) und Bass 2. Die Chorleitung teilt dich danach ein, wo die Stimme liegt, nicht nach deinem höchsten Ton; der leichte Ton aus diesem Test ist der, den du mitbringen solltest.

Die Namen sind älter als die Lagen, die sie heute meinen. Im mehrstimmigen Satz des Mittelalters hielt der Tenor (lateinisch tenere, halten) die Melodie, der Bass (bassus) lag darunter, der Alt (altus, hoch) darüber, und ganz oben der Sopran (italienisch sopra, über). Darum heißt die tiefe Frauenstimme Alt: Sie war hoch, gemessen am Tenor.

Stimmlage, Stimmumfang, Stimmfach

Drei Wörter, drei Dinge. Der Stimmumfang ist alles, was du erreichst; den misst der Stimmumfang-Test. Die Stimmlage (englisch voice type) ist, wo deine Stimme zu Hause ist: die sechs Lagen oben. Das Stimmfach kommt aus der Oper und teilt jede Lage nach Gewicht und Beweglichkeit, wie es Rudolf Kloiber im Handbuch der Oper (1951) festgehalten hat: Koloratursopran (die Königin der Nacht, ein dramatischer Koloratursopran), lyrischer Sopran (Pamina), hochdramatischer Sopran (Brünnhilde); Spieltenor, lyrischer Tenor, Heldentenor (Siegfried); lyrischer Bariton (Papageno), Kavalierbariton; seriöser Bass (Sarastro). Ein Fach braucht eine ausgebildete Stimme und eine Lehrerin, die sie über Monate gehört hat. Für Chor, Band oder Karaoke reichen die sechs Lagen und die richtige Tonart für jedes Lied.

Stimmlagen bei Frauen und Männern, und dazwischen

Frauen singen meist Sopran, Mezzosopran oder Alt, Männer Tenor, Bariton oder Bass, aber das ist eine Beschreibung, keine Regel. Eine Frau mit tiefer, schwerer Stimme singt im Chor auch mal Tenor, und ein Countertenor ist ein Mann, der mit ausgebildetem Falsett (manche sagen Kopfstimme) in Alt- oder Mezzolage singt. Im Stimmbruch sinkt die Stimme von Jungen um etwa eine Oktave, die von Mädchen um drei, vier Halbtöne; eine Lage mit vierzehn kann sich also noch verschieben, die meisten Stimmen setzen sich zwischen spätem Teenageralter und Anfang zwanzig. Testosteron senkt eine Stimme dauerhaft, Östrogen hebt sie nicht. Bist du trans, teste die Stimme, die du hast: Das Ergebnis beschreibt einen Bereich, nicht dich. Kinder bekommen noch keine dieser Lagen: Im Kinder- oder Knabenchor singen sie Sopran oder Alt, bis der Stimmwechsel kommt.

Die seltenste und die häufigste Stimmlage

Am seltensten sind der Countertenor bei den Männern und der echte, tiefe Alt (Kontraalt) bei den Frauen. Als häufigste gelten Bariton und Mezzosopran. Gezählt hat das niemand; es ist das, was Gesangslehrerinnen und Chorleiter berichten, keine Statistik. Viele Frauen singen im Chor trotzdem Sopran, weil dort die Melodie liegt, und viele Baritone singen Tenor, weil Tenöre fehlen.

Verändert sich die Stimmlage?

Der Umfang ja, die Lage selten. Training bringt Töne dazu, meist oben, wenn die Kopfstimme wächst, und kann die bequeme Lage etwas anheben. So wurde Plácido Domingo vom Bariton zum Tenor, sang fast fünfzig Jahre Tenor und mit Ende sechzig wieder Baritonrollen. Mit den Jahrzehnten sinken Frauenstimmen meist ab, am deutlichsten nach den Wechseljahren, Männerstimmen steigen im Alter oft etwas. Wenn du übst, teste alle paar Monate neu; der leichte Ton wandert weniger als die Ränder.

Warum das Ergebnis danebenliegen kann

  • Der leichte Ton war ein Bühnenton. Summ ihn wie beim Kochen; ein Ton, der beeindrucken soll, schiebt das Ergebnis nach oben.
  • Der tiefe Ton war Strohbass, das Knarzen unter der Singstimme. Leise tiefe Töne hört ein Handy außerdem schlecht: näher ran, mit richtiger Stimme.
  • Der hohe Ton war gepresst oder ein dünnes Falsett. Nimm den höchsten Ton, auf dem du noch eine Zeile singen könntest.
  • Die Stimme war kalt oder müde. Morgens liegt sie tiefer; teste nach ein paar Minuten Einsingen.

Kurze Antworten

Gibt es eine App, die meine Stimmlage erkennt?

Diese Seite ist so eine, nur ohne Installation: Sie läuft im Browser deines Handys, kostenlos, ohne Konto, und das Mikrofon geht nach jedem Ton wieder aus. Jede solche App misst Tonhöhen. Klangfarbe und Gewicht hört bis heute nur ein geschultes Ohr.

Habe ich eine schöne Stimme?

Das beantwortet kein Test, auch dieser nicht: Er liest Tonhöhe und bewertet keine Stimme. Ob du die Töne triffst, kannst du messen, mit Kann ich richtig singen?. Besser klingt eine Stimme durch Einsingen, regelmäßiges Üben in der bequemen Lage und Unterricht, nicht durch Pressen nach oben; was das realistisch heißt, steht bei Kann ich singen lernen?

Wer kann fünf Oktaven singen?

Fünf Oktaven und mehr werden einigen nachgesagt: Axl Rose mit rund fünfeinhalb (F1 bis B♭6), Mike Patton mit gut sechs (E♭1 bis E7), Mariah Carey je nach Quelle mit viereinhalb (B♭2 bis F7) bis fünf (F2 bis G7). So stehen die Zahlen etwa bei Omni Calculator und Ramsey Voice (2026); sie stammen aus Fan-Sammlungen von Aufnahmen und zählen Strohbass und Pfeifregister mit, eine Messung ist es nicht. Die meisten ungeübten Stimmen umfassen anderthalb bis zwei Oktaven.

Welches Lied passt zu meiner Stimme?

Fast jedes, in der richtigen Tonart: Ein Lied passt, wenn seine Melodie in deinem bequemen Bereich liegt. In welcher Tonart singe ich? nennt deine; die meisten Popsongs brauchen etwa eine bis anderthalb Oktaven.

Alt-Stimme bei Frauen: Beispiele

Bekannte Altistinnen der Klassik sind Kathleen Ferrier, Marian Anderson und Nathalie Stutzmann. Ein echter Alt ist selten; viele Frauen, die im Chor Alt singen, sind tiefe Mezzosoprane.

Dann mach was draus

Dein leichter Ton geht in Brumm, in einen Club-Track mit Beat und Bass (die App spricht bisher Englisch), damit die Musik da anfängt, wo deine Stimme zu Hause ist. Ohne Konto, ohne Upload: der Ton reist im Link selbst.

Deine Stimme bleibt auf deinem Handy: das Tool liest sie im Browser und behält nichts. Wie die Seite Besuche zählt.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

So funktioniert der Test

Runden
Drei gehaltene Töne: wo deine Stimme am leichtesten ist, dann dein tiefster und dein höchster bequemer Ton.
Zufall
Nichts zu raten: drei Messungen, und der leichte Ton wiegt am meisten; summ ihn so, wie du im Radio mitsummst, nicht wie auf einer Bühne.
Was es nicht heißt
Sie entscheidet nicht, welche Lieder zu dir passen oder welche Stimme du im Chor singst, und eine Stimme wandert mit den Jahren: Sie setzt sich nach der Jugend, später liegen Frauenstimmen oft etwas tiefer, Männerstimmen etwas höher.