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Tap Tempo
Lass den Song laufen und tipp auf jeden Schlag auf die große Fläche, mit dem Finger oder der Leertaste. Die BPM stehen ab dem zweiten Tap da; nach acht kommen der Durchschnitt und wie gleichmäßig du warst. Hör auf, und ein Klick läuft zwei Takte in deinem Tempo weiter: So hörst du sofort, ob die Zahl zum Song passt.

Mika läuft auf 123, wie die App. Schneller, wenn ein Eichhörnchen im Spiel ist.Tipp auf die Fläche oder drück am Computer Leertaste, Enter oder T. Zweieinhalb Sekunden Pause, und es beginnt von vorn.
So findest du die BPM eines Songs durch Tippen
So misst du die BPM eines Songs online durch Tippen: Hör ein paar Sekunden zu, such den Puls, zu dem du nicken würdest, und tipp einmal pro Schlag, nicht auf jede Note. Die große Zahl erscheint beim zweiten Tap und folgt deinen letzten vier Abständen: Sie bewegt sich, wenn der Song schneller wird. Beim achten Tap kommen der Durchschnitt über alle Taps seit dem ersten und das Gleichmaß dazu. Hörst du auf, steht das Ergebnis nach etwa zwei Schlägen ohne Tap: Der Klick spielt zwei Takte nach, jeder vierte Klick höher (wo die Eins des Songs liegt, weiß das Tool nicht, nur das Tempo), dann folgen halbes und doppeltes Tempo, die Delay-Zeiten und der Knopf, der den Klick als Metronom in deinem Tempo weiterlaufen lässt.
Bei einem Song mit festem Tempo und einer ruhigen Hand liegen acht Taps auf etwa 1 BPM genau, sechzehn auf ein Drittel BPM; die Rechnung steht weiter unten. Wirkt die Zahl halb oder doppelt so groß wie erwartet, hast du jeden zweiten Schlag oder jede Achtel getippt: Beides stimmt, es ist nur eine andere Zählebene. Aufgenommen wird nichts, kein Mikrofon, nur der Zeitpunkt deiner Taps. Soll das Handy stattdessen der Musik zuhören, live über das Mikrofon oder aus einer Datei, macht das der BPM-Zähler. Eine App brauchst du nicht: Die Seite läuft im Browser auf iPhone, Android und am Windows-PC oder Mac. Leg sie dir auf den Homescreen (Safari: Teilen › Zum Home-Bildschirm; Chrome: Menü › Zum Startbildschirm hinzufügen).
Tempo nach Genre: prüf deine Zahl
Der übliche BPM-Bereich von zwanzig Genres, das langsamste zuerst. Hast du bei Drum and Bass 87 getippt, bist du der Snare gefolgt, und der Track läuft mit 174. Jedes Genre hat seine Seite, mit Quellen und einem Groove in diesem Tempo. Alle zwanzig auf einer Achse, dein Tempo markiert: die BPM-Tabelle.
| Genre | BPM |
|---|---|
| Lo-Fi-Hip-Hop | 60–80 |
| R&B | 80–90 |
| Pop | 80–104 |
| Hip-Hop | 85–95 |
| Reggaeton | etwa 90 |
| Afrobeats | 100–115 |
| Amapiano | 110–115 |
| Breakbeat | 110–175 |
| House | 115–130 |
| Deep House | 120–125 |
| Tech House | 125–128 |
| Techno | 125–135 |
| UK Garage | etwa 130 |
| Trance | 130–150 |
| Trap | 130–176 |
| Dubstep | 135–142 |
| Psytrance | 138–148 |
| Hardstyle | etwa 150 |
| Footwork | etwa 160 |
| Drum and Bass | 160–180 |
Was du mit der Zahl machst: DAW, Auflegen, Metronom
Stell sie in der DAW als Projekttempo ein (Ableton Live, Bitwig, FL Studio, Logic Pro, Cubase …), dann passen Loops, Samples und Raster zum Song. Beim Auflegen gilt: Je näher die BPM zweier Tracks, desto weniger musst du am Pitch-Fader schieben, um sie übereinanderzulegen. Unter dem Pad wird die Zahl zu Effektzeiten: Delay gibt die Echozeit für jeden Notenwert, Pre-Delay die Pause, bevor der Hall einsetzt, LFO die Rate in Hz für einen Filter oder ein Tremolo im Takt, Gate die Länge eines zerhackten Schritts. Zum Üben im echten Tempo stell das Metronom darauf, ein Tap-Tempo-Metronom mit eigenem Tap-Knopf, Schlägen pro Takt, Betonung auf der Eins und Unterteilungen; die Tempobezeichnungen Largo, Andante, Allegro mit ihren BPM stehen dort auch.
Die Formel: 60.000 geteilt durch den Abstand
BPM sind Schläge pro Minute. Das Tool notiert den Zeitpunkt jedes Taps auf die Millisekunde, misst den Abstand zwischen zwei Taps und rechnet BPM = 60.000 ÷ mittlerer Abstand in Millisekunden. Vier Taps ergeben drei Abstände, nicht vier: Rechnest du selbst, teil die Zeit vom ersten bis zum letzten Tap durch die Zahl der Taps minus eins.
| Abstand zwischen zwei Taps | Tempo |
|---|---|
| 1000 ms | 60 BPM |
| 750 ms | 80 BPM |
| 600 ms | 100 BPM |
| 500 ms | 120 BPM |
| 468,8 ms | 128 BPM |
| 428,6 ms | 140 BPM |
| 344,8 ms | 174 BPM |
Ganz ohne Tool: Zähl 15 Sekunden lang die Schläge und nimm sie mal vier, 30 Schläge sind 120 BPM. Das stimmt auf 4 BPM, weil ein Schlag mehr oder weniger viermal zählt.
Wie viele Taps, und wie genau
Niemand tippt genau auf den Schlag. Das Ergebnis sagt dir, um wie viele Millisekunden deine Taps geschwankt haben: die Standardabweichung deiner Abstände. Der Durchschnitt hängt aber nur vom ersten und vom letzten Tap ab (die Fehler dazwischen heben sich in der Summe auf), deshalb sinkt sein Fehler mit der Zahl der Taps selbst, nicht mit ihrer Wurzel: Er liegt bei etwa dieser Schwankung geteilt durch die Zahl der Taps minus eins. Bei 120 BPM und 20 ms Schwankung (Gleichmaß 80 %):
| Taps | Abstände | Typischer Fehler des Durchschnitts |
|---|---|---|
| 4 | 3 | ± 1,6 BPM |
| 8 | 7 | ± 0,7 BPM |
| 16 | 15 | ± 0,3 BPM |
| 32 | 31 | ± 0,15 BPM |
Darum wackelt die große Zahl, die nur den letzten vier Abständen folgt, noch um ein, zwei BPM, während der Durchschnitt längst steht. Das Gleichmaß vergleicht die Abstände untereinander: 100 % heißt höchstens 2 % eines Schlags Schwankung, 0 % heißt 12 % oder mehr, eine aufmerksame Hand landet zwischen 70 und 95. Bleibt es niedrig, tipp länger und folg der Kick. Wie gut du über mehrere Takte im Beat bleibst, misst der Rhythmustest.
Ein etwas zu früher oder später Tap in der Mitte ändert den Durchschnitt nicht, nur das Gleichmaß. Ein ausgelassener Schlag oder ein Doppeltap schon: Bei 16 Schlägen mit 120 BPM macht ein vergessener Tap 112 daraus. Das Tool filtert nichts; springt die große Zahl, warte zweieinhalb Sekunden, dann zählt es von vorn. Steht das Ergebnis schon, fängt ein neuer Tap oder „Nochmal tippen“ ebenfalls neu an.
Eine gleichbleibende Verzögerung ändert das Tempo nicht. Menschen tippen im Mittel einige Dutzend Millisekunden vor dem Schlag (Repp, Übersicht der Tapping-Forschung, 2005), der Touchscreen hat seine Latenz, ein Bluetooth-Kopfhörer verzögert die Musik; solange der Versatz bei jedem Tap gleich ist, bleiben die Abstände gleich. Nur der Klick zum Gegenhören kommt über Bluetooth zu spät: Zum Vergleichen mit dem Song hör ihn über den Handylautsprecher.
Halbes oder doppeltes Tempo: welchen Schlag du tippst
Dieselbe Musik lässt sich auf mehr als einer Ebene zählen. Bei House und Techno folg der Kick: Sie kommt auf jeden Schlag (Four-on-the-Floor), 124 getippt sind 124. Bei Hip-Hop liegt die Snare auf der Zwei und der Vier, also auf jedem zweiten Schlag: Wer ihr folgt, tippt das halbe Tempo. Trap und Dubstep laufen im Halftime, die Kick auf der Eins, die Snare auf der Drei: Aus 140 werden gefühlte 70. Bei Drum and Bass werden aus 174 mit der Snare 87. Wer frei tippt, landet gern in der Nähe von 120 BPM (Moelants, „Preferred tempo reconsidered“, 2002), deshalb werden sehr schnelle Tracks oft halb getippt.
Bei einem sehr schnellen Song tipp absichtlich jeden zweiten Schlag und nimm das Doppelte, bei einer sehr langsamen Ballade die Achtel und nimm die Hälfte. Das Tool zeigt beide Zahlen unter dem Ergebnis. Es gilt die, in der das Genre und deine DAW zählen; die Genre-Tabelle oben hilft beim Entscheiden.
Delay-Zeit in ms aus den BPM
Eine Viertel dauert 60.000 ÷ BPM Millisekunden, eine Achtel die Hälfte, eine Sechzehntel ein Viertel davon. Punktiert ist ein Notenwert anderthalbmal so lang, triolisch zwei Drittel. Die punktierte Achtel, drei Viertel einer Viertel, ist das Echo, das zwischen die Schläge springt, das von The Edge bei U2.
| Notenwert | 120 BPM | 128 BPM |
|---|---|---|
| Viertel | 500 ms | 468,8 ms |
| Punktierte Achtel | 375 ms | 351,6 ms |
| Achtel | 250 ms | 234,4 ms |
| Achteltriole | 166,7 ms | 156,3 ms |
| Sechzehntel | 125 ms | 117,2 ms |
Die Tabelle unter dem Pad rechnet das für dein Tempo: von der Halben bis zur 1/128 in Millisekunden, für einen LFO von der Ganzen bis zur Sechzehntel in Hz (Hz = 1000 ÷ ms).
Tap Tempo am Delay-Pedal und in der DAW
Am Pedal ist Tap Tempo ein Fußschalter: Du trittst ihn auf zwei oder mehr Schläge, und das Pedal stellt seine Delay-Zeit auf den Abstand. Viele lassen dich den Notenwert wählen (Viertel, punktierte Achtel), manche brauchen fürs Tappen einen externen Fußschalter. Hat dein Pedal kein Tap: Tipp hier, lies die ms der Viertel oder der punktierten Achtel ab und dreh den Time-Regler dorthin, oder gib den Wert an einem digitalen Delay mit Anzeige ein. Dasselbe gibt es an Tremolo-, Modulations- und Synth-Pedalen: Der Fußschalter setzt dort die Rate statt der Echozeit.
Die DAWs haben ihr eigenes Tap (Stand 2026): Ableton Live einen TAP-Knopf neben dem Tempofeld, FL Studio ein Tap-Fenster im Menü der Tempoanzeige, Logic Pro einen Tastaturbefehl „Tap Tempo“. Diese Seite ist für den Moment, in dem die Musik woanders läuft: aus der Box an der Bar, auf dem Handy von jemand anderem, im Proberaum.
Und im 6/8- oder 3/4-Takt?
BPM zählen Schläge, keine Takte: Einen Walzer im 3/4-Takt tippst du auf seinen drei Vierteln. Im 6/8-Takt fühlt man zwei Schläge pro Takt, punktierte Viertel; tipp die, und denk daran, dass die meisten DAWs ihr Tempo in Vierteln zählen: 60 punktierte Viertel pro Minute sind 90 BPM in Vierteln (× 1,5). Hast du alle sechs Achtel getippt, teil durch zwei. Im 5/4-Takt tippst du die fünf Viertel wie gewohnt; im 7/8-Takt tipp die Achtel und teil durch zwei, dann hast du die Viertel-BPM der DAW.
Tap Tempo, BPM-Zähler oder Spotify
Tap Tempo misst, was du hörst, auf der Ebene, die du wählst: Es funktioniert bei einer Platte, einer Band im Proberaum, einem Song ohne klare Drums oder einem, der schneller wird. Ohne Puls gibt es nichts zu tippen: ein Klavierstück im Rubato, eine Ambient-Fläche. Wechselt das Tempo mitten im Song, folgt die große Zahl den letzten vier Abständen, der Durchschnitt aber mischt beide: tipp nach dem Wechsel neu. Der BPM-Zähler ist ein BPM-Finder, der live über das Mikrofon zuhört oder eine Datei liest, und trifft einen gleichmäßigen Beat auf ein Zehntel BPM. Spotify zeigt in der App kein Tempo (Stand 2026), und seine Schnittstelle gibt neuen Apps seit dem 27. November 2024 keine Tempo-Werte mehr heraus (Spotify for Developers). Dieselbe Rechnung zählt auch einen Puls: Tipp jeden Herzschlag, und du liest Schläge pro Minute ab. Ein Messgerät ist das nicht.
Dann mach einen Track draus
Der Knopf „Den Beat in einen Track nehmen“ öffnet Brumm, einen Club-Track mit Beat und Bass, und dein Beat ist darin als Basston auf jedem Schlag, gebracht in die 90 bis 150 BPM, die der Link mitnimmt (aus 75 werden 150). Ohne Konto, ohne Upload: Das Tempo reist im Link selbst. Summ eine Linie darüber, und sie wird zum Instrument. Die App ist auf Englisch.
Deine Taps bleiben auf deinem Handy: das Tool zählt sie im Browser und behält nichts. Wie die Seite Besuche zählt.
Audio: Töne, die dein Browser auf dieser Seite erzeugt; kein Mikrofon. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.