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Rhythmus klatschen
Mika klatscht zwei Takte vor. Dann bist du dran: klatsch genau das Gleiche nach. Für Eltern und Lehrkräfte steht unter dem Spiel, wie man Rhythmen klatscht, welche Übungen in Kita und Grundschule funktionieren, und zehn Rhythmuskarten zum Ausdrucken, auch als PDF.
Mika und du
Beim Klatschen geht das Mikrofon beim Tippen auf „Los“ an und nach deinen zwei Takten wieder aus. Nichts wird aufgenommen oder verschickt.
So geht das Klatsch-Echo
Tippe auf „Los“. Mika zählt mit vier Klicks ein und klatscht zwei Takte im 4/4-Takt, der Puls klickt leise mit. Dann leuchtet „Du!“, und du klatschst die zwei Takte nach, ins Mikrofon oder mit „Tippen“ auf den großen Kreis; der Puls leuchtet dabei oben mit. Danach hörst du Mikas Klatscher und deine gleichzeitig, Mikas tiefer, deine heller: So hörst du, wo ihr zusammen wart. Ein leerer Kreis in Mikas Reihe ist ein Klatscher, der gefehlt hat. Eine kleine Verspätung, vom Handy oder vom Kind, wird vorher abgezogen und zählt nicht. Es gibt zehn Rhythmen in fünf Stufen, von Vierteln bis zum einzelnen Achtel auf dem „und“. Langsam sind 76 Schläge pro Minute, Normal 92, Schnell 112. Das Mikrofon geht beim Tippen auf „Los“ an, zählt nur Klatscher in deinen zwei Takten und reagiert nur auf kurze, laute Geräusche; nichts wird aufgenommen. Zum Rhythmus üben braucht es keine App: Das Spiel läuft im Browser, ohne Installation und ohne Konto.
Rhythmus klatschen in der Grundschule: mit der ganzen Klasse
Echo-Klatschen ist eine der bekanntesten Rhythmusübungen im Musikunterricht: vormachen, nachmachen. Mika übernimmt das Vormachen, jedes Mal gleich genau. Stell das Handy laut nach vorn oder an eine Box und schalte den Klassenmodus ein: Nach jeder Runde kommt „Nächstes Kind“, ein Tipp, und das nächste Kind klatscht einen neuen Rhythmus. Im Klassenmodus bleibt Mika auf seiner Stufe, jedes Kind bekommt einen neuen Rhythmus derselben Stufe. Für eine höhere Stufe schalte den Klassenmodus kurz aus und spiel Runden, bis Mika weiterschaltet. Es gibt keine Namen, keine Punkte und keine Liste, kein Kind wird mit einem anderen verglichen. Sollen alle zugleich klatschen, stell auf „Tippen“: Die Klasse klatscht, ein Kind tippt den Kreis. Als Rhythmusdiktat schreibt die Klasse die Silben auf, während ein Kind nachklatscht; nach der Runde stehen sie unter den Spuren, und jedes Kind prüft sein Blatt selbst. Fürs Diktat stell auf Langsam und dreh den Bildschirm von der Klasse weg: Mikas Punkte erscheinen beim Klatschen.
Puls und Rhythmus: erst der Schlag, dann das Muster
Der Puls ist der gleichmäßige Schlag unter einem Lied, wie Schritte oder ein Herzschlag. Der Rhythmus ist das Muster aus langen und kurzen Tönen darüber, bei einem Lied meist der Rhythmus der Wörter. Klatsch zu „Bruder Jakob“ erst nur den Puls, vier gleiche Schläge pro Takt. Dann klatsch die Wörter: Bei „Bru-der Ja-kob“ fallen beide zusammen, bei „Schläfst du noch?“ ist „noch“ lang: ein Klatscher, und auf dem zweiten Schlag ziehen die Hände auseinander, und bei „Hörst du nicht die Glo-cken“ kommen auf die ersten zwei Schläge je zwei Klatscher. Wer den Puls halten kann, kann Rhythmen nachklatschen. Darum läuft der Puls bei Mika immer mit.
Rhythmus klatschen lernen: sprechen, zählen, klatschen
Ein neuer Rhythmus geht in drei Schritten am leichtesten: erst sprechen, in Silben oder Wörtern, dann sprechen und dazu klatschen, dann nur klatschen. Ältere Kinder zählen laut mit, „1 und 2 und 3 und 4 und“: Jede Zahl ist ein Schlag, das „und“ liegt genau dazwischen. Ein Klatscher ist kurz, auch wenn die Note lang ist; bei einer Halben klatscht das Kind auf „1“ und zieht die Hände auf „2“ in einem Bogen auseinander, so wird die Länge sichtbar. Eine Pause ist kein Loch: Die Hände bleiben still, das Zählen läuft weiter.
Notenwerte klatschen: Viertel, Achtel, Halbe, Pausen
Im 4/4-Takt hat jeder Takt vier Schläge. So lange dauert jede Note, so zählst du sie, und so heißt sie in der Rhythmussprache:
| Note | Dauer | Zählen | Silbe | Klatschen |
|---|---|---|---|---|
| Ganze Note | 4 Schläge | 1 2 3 4 | ta-a-a-a | auf 1 klatschen, auf 2, 3, 4 die Hände in einem großen Bogen auseinanderziehen |
| Punktierte Halbe | 3 Schläge | 1 2 3 | ta-a-a | auf 1 klatschen, auf 2 und 3 die Hände auseinanderziehen |
| Halbe Note | 2 Schläge | 1 2 | ta-a | auf 1 klatschen, auf 2 die Hände auseinanderziehen |
| Punktierte Viertel und Achtel | 1½ + ½ Schlag | 1 (2) und | ta-i ti | Klatscher auf 1 und auf „2 und“ |
| Viertelnote | 1 Schlag | 1 | ta | ein Klatscher auf jede Zahl |
| Zwei Achtelnoten | je ½ Schlag | 1 und | ti-ti | zwei Klatscher auf einen Schlag |
| Vier Sechzehntel | je ¼ Schlag | 1 e und e | ti-ri-ti-ri | vier schnelle, leise Klatscher, gern nur mit zwei Fingern |
| Viertelpause | 1 Schlag still | (1) | sch | nicht klatschen, weiterzählen |
| Achtelpause und Achtel | ½ still, ½ Klatscher | (1) und | sch-ti | nur auf dem „und“ klatschen |
Mikas zehn Rhythmen bestehen aus Vierteln, Achteln, Viertelpausen und dem einzelnen Achtel auf dem „und“; Halbe, Ganze, punktierte Noten und Sechzehntel klatschst du mit der Tabelle selbst. Geklatscht klingt eine Viertel mit einer Viertelpause genau wie eine Halbe: Ein Klatscher hat keine Länge, den Unterschied zeigen nur die Noten und die Hände.
Achtelnoten klatschen
Zwei Achtel teilen einen Schlag genau in der Mitte. Zähl laut „1 und 2 und“ und klatsch auf beides, während die Füße nur auf den Zahlen gehen. Viele Kinder fangen dabei an, mit den Füßen mitzutrippeln; dann langsamer werden, bis die Füße ruhig bleiben. Schwerer ist ein einzelnes Achtel auf dem „und“ (sch-ti): Die Hände warten auf der Zahl und klatschen erst dazwischen. Das ist der erste Offbeat, und bei Mika kommt er in Stufe 5.
Rhythmussilben: ta, ti-ti und die anderen Systeme
Unter Mikas Spuren stehen die Silben nach Kodály, wie in vielen Grundschulen: ta für die Viertel, ti-ti für zwei Achtel, sch für die Pause. Andere Lehrwerke nutzen die Taktsprache aus Frankreich mit ta, ta-te und ta-fa-te-fe, oder Edwin Gordons du für den Schlag und du-de für zwei Achtel. Welches System du nimmst, ist gleich, solange eine Klasse bei einem bleibt. Für die Kleinsten gehen Wörter besser als Silben: „Kuh“ für die Viertel, „Ha-se“ für zwei Achtel, ein langes „Schwaaan“ für die Halbe, „Wa-ckel-pud-ding“ für vier Sechzehntel.
Rhythmus-Klatschübungen für Kinder, nach Alter
Rhythmusübungen sind kurze Spiele, in denen Kinder einen Puls halten, ein Muster nachmachen, lesen oder selbst erfinden. Lieber jeden Tag fünf Minuten als einmal in der Woche eine halbe Stunde.
Rhythmus klatschen im Kindergarten (3 bis 6 Jahre)
- Namen klatschen: Jedes Kind klatscht seinen Namen in Silben, „Lu-ka“, „Ma-xi-mi-li-an“, und die Gruppe klatscht ihn zurück. Danach: Wer hat gleich viele Klatscher wie ich?
- Puls zu einem Lied: Zu „Alle meine Entchen“ patschen alle auf die Oberschenkel, ein Schlag pro Schritt. Dann gehen sie dazu, dann wird wieder gepatscht.
- Papagei: Du klatschst drei oder vier gleiche Schläge, die Gruppe ist dein Papagei. Später wird ein Schlag zu zwei schnellen.
- Riese und Maus: derselbe Rhythmus einmal laut mit großen Armen, einmal ganz leise mit einem Finger auf der Handfläche.
Kinder unter sechs klatschen oft schneller als die Musik. Ihr eigenes Tempo ist flotter als das von Erwachsenen und wird mit den Jahren langsamer, und der Bereich der Tempi, denen sie folgen können, wird breiter (McAuley und andere, 2006). Mikas Spiel ist für Kinder ab 5 gemacht; mit vier geht es zusammen mit einem Erwachsenen im Modus „Tippen“. Mehr für dieses Alter: Musikspiele im Kindergarten.
Rhythmus klatschen in Klasse 1 und 2
- Puls und Wörter gleichzeitig: Die eine Hälfte der Klasse patscht den Puls, die andere klatscht die Wörter eines Liedes. Dann wird getauscht.
- Silben vor Klatschern: Eine Rhythmuskarte hängt an der Tafel. Erst sprechen, dann sprechen und klatschen, dann nur klatschen, zuletzt eine Runde mit Mika auf Langsam: Er klatscht eine der zwei Karten seiner Stufe, und die Klasse sagt, ob es die an der Tafel war.
- Welche Karte war es? Die zwei Karten von Stufe 1 hängen an der Tafel. Mika klatscht am Anfang eine davon, die Klasse zeigt, welche.
- Der Klatscher im Kreis: Ein Klatscher wandert im Puls von Kind zu Kind, ohne Lücke. Klappt das, wandern zwei.
Rhythmus klatschen in Klasse 3 und 4
- Bodypercussion: Ein Rhythmus, drei Klänge: ta wird gestampft, ti-ti auf die Oberschenkel gepatscht, und bei sch öffnen sich die Hände lautlos nach oben. Dann werden die Klänge getauscht.
- Rhythmus-Kette: Ein Kind klatscht einen Takt, das nächste wiederholt ihn und hängt einen eigenen an, die Klasse klatscht den neuen nach.
- Zwei Gruppen, zwei Karten: Gruppe A klatscht Karte 1 immer wieder, Gruppe B gleichzeitig Karte 7 (ti-ti ti-ti ta ta | ta ti-ti ta sch). Wer den eigenen Rhythmus hält, während der andere läuft, hat den Puls im Kopf.
- Ein Lied aufschreiben: „Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald“ erst klatschen, dann in Silben notieren. Es steht im 3/4-Takt (unten).
- Auf Instrumente: dieselbe Karte auf Trommel, Rassel oder Boomwhackern.
Rhythmen klatschen ab Klasse 5
Jetzt kommen punktierte Viertel, Sechzehntel, Triolen und Synkopen. Zählen wird wichtiger als Silben: Sechzehntel „1 e und e“, Triolen sprechen viele Klassen einfach „Tri-o-le“, drei gleiche Klatscher auf einen Schlag. Eine Synkope (ti-ta-ti) klatschst du auf 1, auf „1 und“ und auf „2 und“: Die 2 selbst bleibt ohne Klatscher. In der Schweiz prüfen die Orientierungsaufgaben für die Sekundarstufe I (7. bis 9. Schuljahr) genau das: Rhythmen aus punktierten Noten und Synkopen klatschen (Lehrplan 21, MU.6.A.1.1h; zebis, Aufgabe 11).
Eine Aufgabe ab Klasse 5, für geübte Viertklässler auch früher: Clapping Music von Steve Reich (1972). Das Muster hat zwölf Achtel, drei Klatscher, Pause, zwei, Pause, einer, Pause, zwei, Pause. Zwei Gruppen klatschen es zugleich; Gruppe A bleibt, Gruppe B rückt nach zwölf Wiederholungen um eine Achtel weiter, dann um noch eine. Nach zwölf Verschiebungen sind beide wieder zusammen. Mit einer Klasse reichen die ersten zwei Verschiebungen.
Rhythmus klatschen mit Musik
Zu einem Lied klatschen heißt meist: den Puls klatschen. Nimm ein Lied mit deutlichem Schlag, zähl einen Takt leise „1 2 3 4“ mit und steig auf der nächsten 1 ein. Zum Üben ohne Lied gibt das Metronom den Schlag. 60 Schläge pro Minute sind ein Klatscher pro Sekunde. Für Kinder passt ein mittleres Tempo besser als 60 (siehe Kindergarten oben); Mikas Normal sind 92.
Warum klatscht man auf 2 und 4?
In Pop, Rock, Soul, Gospel und Jazz liegt der Backbeat auf 2 und 4: Dort schlägt die Snare. Wer da klatscht, klatscht mit dem Schlagzeug. Auf 1 und 3 doppelt man, was Bass und Kick schon betonen, und es klingt nach Marsch. Bei Kinderliedern, Volksliedern und Märschen passen 1 und 3 oder jeder Schlag. Für Kinder: erst jeden Schlag klatschen, dann nur 2 und 4, und auf 1 und 3 nicken.
3/4-Takt und 4/4-Takt: der Unterschied
Die obere Zahl sagt, wie viele Schläge ein Takt hat, die untere, welche Note ein Schlag ist: 4 heißt Viertel, 8 heißt Achtel. 2/4 hat zwei Viertelschläge (viele Polkas und Kinderverse). Im 4/4-Takt hat jeder Takt vier Viertelschläge, betont ist die 1, etwas weniger die 3: „Bruder Jakob“, die meisten Popsongs, alle Rhythmen bei Mika. Im 3/4-Takt sind es drei Schläge, betont ist nur die 1, wie beim Walzer oder bei „Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald“. Zum Spüren: im 4/4 auf 1 patschen und auf 2, 3, 4 klatschen, im 3/4 auf 1 patschen und auf 2 und 3 klatschen. Der 6/8-Takt fühlt sich an wie zwei Schwünge aus je drei Achteln.
Rhythmus-Klatschübungen als PDF: zehn Karten zum Ausdrucken
Alle zehn Rhythmen aus dem Spiel als Klatschkarten: Noten, Rhythmussilben und Stufe, zwei nebeneinander auf A4. Tippe auf „Rhythmuskarten drucken“; für ein PDF wählst du im Druckfenster „Als PDF speichern“ statt eines Druckers. Eine Karte an die Tafel, ein Kind klatscht vor, die Klasse klatscht nach. Oder jedes Kind bekommt eine Karte, und wer dran ist, klatscht seine.
Audio: Töne, die dein Browser erzeugt, und dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.
Was eine Runde zeigt
- Runden
- Mika klatscht zwei Takte vor, dann zwei Takte zum Nachklatschen; klappt es, wird der nächste Rhythmus ein bisschen kniffliger.
- Zufall
- Nichts zu raten: Jeder Klatscher wird an Mikas gemessen, und zufälliges Klatschen passt nicht.
- Was es nicht heißt
- Die richtige Zahl, aber lange und kurze Schläge gleich gemacht, heißt: Das Muster ist angekommen; die Abstände auseinanderzuhalten kommt etwas später.
