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Blockflöte Grifftabelle: Griff sehen, Ton spielen
Die Grifftabelle für Sopran- und Tenorblockflöte in deutscher und barocker Griffweise, vom tiefen C bis zum hohen G, steht weiter unten; die ersten neun Töne gibt es dort als Bilderblatt zum Ausdrucken. Hier oben zeigt Mika dir einen Griff, du spielst ihn, und die Seite sagt dir, welchen Ton sie gehört hat.
Das Mikrofon geht beim Tippen an, hört zwei Sekunden zu und geht wieder aus. Nichts wird aufgenommen oder verschickt.
Ich habe gehört
–
So prüfst du einen Griff mit dem Handy
Tipp oben auf einen der neun ersten Töne, vom tiefen C bis zum hohen D. Das Bild zeigt, welche Löcher zu sind (schwarz) und welche offen bleiben (weiß); das Loch links ist das Daumenloch hinten. Die linke Hand liegt oben, die rechte unten. Tipp auf den Knopf und spiel den Ton zwei Sekunden lang, gleichmäßig wie ein langes „duuu“. Die Seite hört zu wie ein Stimmgerät und sagt, welchen Ton sie gehört hat und ob es der gesuchte war. Der Ton-Check hört auf die Sopranflöte; eine Alt- oder Tenorflöte klingt ihm zu tief.
Hat ein Ton gepasst, sucht Mika einen Nachbarton aus, damit die Finger nur ein kleines Stück wandern. Nach vier Tönen hast du ein kleines Lied. Das kannst du dir anhören und in Brumm Kids mitnehmen: dort spielt eine Marimba deine Töne zu einem Beat, und du kannst dazu singen.
Warum quietscht die Flöte, und warum „sanfter“ statt „falsch“?
Bei der Blockflöte macht der Atem den Ton mit. Wer fester bläst, klingt höher; wer zu fest bläst, springt in den hohen Ton, die Flöte „schnappt über“ und quietscht. Wer zu sanft bläst, klingt etwas tiefer. Quietscht es trotz sanftem Atem, ist fast immer ein Loch nicht ganz zu: meist das Daumenloch oder eins der unteren Löcher der rechten Hand. Die Fingerkuppen liegen flach auf, nicht die Fingerspitzen. Darum sagt die Seite nicht „falsch“, sondern wie du blasen kannst: sanfter, fester, oder die Finger noch einmal flach auf die Löcher.
Grifftabelle Blockflöte: Sopran in C, deutsch und barock
● zu, ○ offen, ◐ halb zu. Gelesen wird von links: zuerst das Daumenloch hinten (0), dann die Löcher vorn von oben nach unten, drei für die linke Hand (1 bis 3), vier für die rechte (4 bis 7). Links liegen Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf 1 bis 3, rechts Zeige-, Mittel-, Ring- und kleiner Finger auf 4 bis 7. Der rechte Daumen deckt kein Loch, er stützt die Flöte hinten, etwa unter dem vierten und fünften Loch. Bei den zwei unteren Doppellöchern heißt ◐: das größere Loch zudecken, das kleine bleibt offen. Beim Daumenloch heißt ◐: den Daumen anwinkeln, sodass am Nagel ein schmaler Spalt offen bleibt. Die Tabelle gilt genauso für die Tenorflöte, die eine Oktave tiefer klingt; für die Altflöte in F steht die Übersetzung weiter unten.
| Ton | Deutsch | Barock |
|---|---|---|
| tiefes C | ● ●●● ●●●● | ● ●●● ●●●● |
| Cis | ● ●●● ●●●◐ | ● ●●● ●●●◐ |
| tiefes D | ● ●●● ●●●○ | ● ●●● ●●●○ |
| Es | ● ●●● ●●◐○ | ● ●●● ●●◐○ |
| E | ● ●●● ●●○○ | ● ●●● ●●○○ |
| F | ● ●●● ●○○○ | ● ●●● ●○●● |
| Fis | ● ●●● ○●●○ | ● ●●● ○●●○ |
| G | ● ●●● ○○○○ | ● ●●● ○○○○ |
| Gis | ● ●●○ ●●○○ | ● ●●○ ●●◐○ |
| A | ● ●●○ ○○○○ | ● ●●○ ○○○○ |
| B | ● ●○● ●○○○ | ● ●○● ●○○○ |
| H | ● ●○○ ○○○○ | ● ●○○ ○○○○ |
| hohes C | ● ○●○ ○○○○ | ● ○●○ ○○○○ |
| hohes Cis | ○ ●●○ ○○○○ | ○ ●●○ ○○○○ |
| hohes D | ○ ○●○ ○○○○ | ○ ○●○ ○○○○ |
| hohes Es | ○ ○●● ●●●○ | ○ ○●● ●●●○ |
| hohes E | ◐ ●●● ●●○○ | ◐ ●●● ●●○○ |
| hohes F | ◐ ●●● ●○○○ | ◐ ●●● ●○●○ |
| hohes Fis | ◐ ●●● ○●○○ | ◐ ●●● ○●○○ |
| hohes G | ◐ ●●● ○○○○ | ◐ ●●● ○○○○ |
Grifftabelle Sopranblockflöte für Kinder, zum Ausdrucken
Die neun ersten Töne vom tiefen C bis zum hohen D, als Bild. Schwarz ist zu, weiß ist offen. Das Loch links mit der gestrichelten Linie ist das Daumenloch hinten. Beim F unterscheiden sich deutsche und barocke Griffweise, die anderen acht Töne greifen beide gleich. Tipp auf „Grifftabelle drucken“ und wähle im Druckfenster „Als PDF speichern“ (am Mac: „Als PDF sichern“): dann hast du das Blatt kostenlos als PDF.
Deutsche oder barocke Griffweise: woran erkennst du deine Flöte?
Schau auf das vierte und fünfte Loch von oben, die ersten zwei der rechten Hand. Ist das vierte groß und das fünfte deutlich kleiner, ist die Flöte deutsch; ist das vierte kleiner als das fünfte, ist sie barock (so erklärt es der Hersteller Moeck). Oft steht es auch auf der Flöte oder der Verpackung. Bist du unsicher, spiel das F mit beiden Griffen: Der Griff, der sauber klingt, passt zu deiner Flöte. In der Tabelle oben unterscheiden sich nur F, Gis und das hohe F; alle anderen Töne greifen beide gleich. Spielen Kinder zusammen, brauchen alle dieselbe Griffweise: Die Lehrkraft zeigt einen Griff für das F, und auf der anderen Flöte klingt genau dieser Griff schief.
Für Eltern und Lehrkräfte
Die Seite hört nur zu, wenn dein Kind tippt, und nur zwei Sekunden. Der Ton wird im Browser gelesen und sofort vergessen: keine Aufnahme, kein Konto, nichts wird verschickt. Es gibt keine Punkte und keinen Vergleich mit anderen Kindern. Gedacht ist der Ton-Check für die Sopranflöte in C, die Flöte aus der Grundschule; greifen können sie Kinder ab etwa sechs Jahren; mit fünf reicht die Hand oft noch nicht bis zu den unteren Löchern, dann bleiben tiefes C und D für später. Fünf, zehn Minuten am Tag mit langen, ruhigen Tönen bringen mehr als eine lange Stunde am Wochenende.
Drei erste Lieder in Buchstaben
Jeder Buchstabe ist ein Ton aus der Tabelle; ein Komma ist ein kurzes Luftholen.
- Hänschen klein: G E E, F D D, C D E F G G G, G E E, F D D, C E G G C (C und D sind das tiefe C und D)
- Alle meine Entchen: C D E F G G, A A A A G, A A A A G, F F F F E E, D D D D C (C und D sind das tiefe C und D)
- Freude, schöner Götterfunken: H H C D D C H A G G A H H A A, H H C D D C H A G G A H A G G (C und D sind hohes C und hohes D)
Was ist eine barocke Griffweise?
Barock heißt die alte und heute übliche Griffweise: ihr F auf der Sopranflöte ist ein Gabelgriff: ein Loch offen, darunter wieder Löcher zu (● ●●● ●○●●). Die deutsche Griffweise hat Peter Harlan in den 1920er-Jahren eingeführt, damit das F ohne Gabel geht (● ●●● ●○○○). Dafür wurde das vierte Loch größer und das fünfte kleiner gebohrt. Das F wird leichter, aber andere Halbtöne und hohe Töne klingen auf einer deutschen Flöte weniger sauber.
Musikschulen unterrichten heute fast immer barock; manche Grundschulen nehmen noch deutsch, weil das F am Anfang leichter fällt. Frag vor dem Kauf, was im Unterricht gespielt wird. Weißt du es nicht, nimm barock: damit kommt dein Kind später überall weiter.
Wie greift man das C auf der Blockflöte?
Das tiefe C ist der tiefste Ton der Sopranflöte: alle Löcher zu, der Daumen hinten und alle sieben vorn, bei den Doppellöchern jeweils beide. Es ist der schwerste Anfängerton, weil schon ein kleiner Spalt es zum Quietschen bringt. Blas ganz sanft, wie ein warmer Hauch, und prüf den kleinen Finger rechts. Das hohe C ist leicht: der Daumen hinten und nur der Mittelfinger links (● ○●○ ○○○○).
Halbtöne: Fis, B, Gis, Cis und Es
- Fis: ein Gabelgriff, das vierte Loch offen, das fünfte und sechste zu (● ●●● ○●●○).
- B (das deutsche B, englisch B♭): Daumen, Zeigefinger und Ringfinger links, Zeigefinger rechts (● ●○● ●○○○).
- Gis: hier unterscheiden sich die Griffweisen, deutsch ● ●●○ ●●○○, barock zusätzlich das sechste Loch halb (● ●●○ ●●◐○).
- Cis: alle Löcher zu, nur am untersten Doppelloch bleibt das kleine Loch offen (so beschreibt es Moeck).
- Es: Daumen und die Löcher 1 bis 5 zu, am sechsten Loch nur das größere zu, das unterste ganz offen.
Cis und Es klingen nur mit Doppellöchern sauber. Eine Flöte ohne Doppellöcher hat dafür nur Notgriffe, die das Loch halb mit der Fingerkuppe abdecken.
Hohe Töne: das Daumenloch einen Spalt offen
Ab dem hohen E (◐ in der Tabelle) bleibt das Daumenloch einen schmalen Spalt offen: den Daumen anwinkeln, sodass der Nagel auf dem Loch steht. Der Spalt hilft der Flöte in die zweite Lage. Dazu ein wenig fester blasen als unten. Ist der Spalt zu groß, kippt der Ton; ist das Loch ganz zu, kommt der tiefe Ton. Hohes C, Cis, D und Es brauchen keinen Spalt: beim hohen C bleibt der Daumen ganz zu, bei den anderen ist er ganz offen.
Die Tabelle endet beim hohen G. Darüber, barock: hohes Gis ◐ ●●○ ●○○○, hohes A ◐ ●●○ ○○○○, hohes B ◐ ●●○ ○●●○, hohes H ◐ ●●○ ●●○○, ganz hohes C ◐ ●○○ ●●○○ (nach Dolmetsch, „Baroque/English Fingerings for the Recorder“). Auf deutschen Flöten klingen sie oft unsauber.
Grifftabelle Altblockflöte in F
Die Altflöte greift genau wie die Sopranflöte, nur heißen die Töne anders: jeder Griff heißt eine Quarte höher, aus C wird F, aus G wird C. Der Griff für das tiefe C ist auf der Altflöte das tiefe F, ihr tiefster Ton. So liest du die Tabelle oben für Alt:
| Griff aus der Sopran-Tabelle | Ton auf der Altflöte |
|---|---|
| tiefes C | tiefes F (f′) |
| Cis | Fis (fis′) |
| tiefes D | G (g′) |
| Es | As (as′) |
| E | A (a′) |
| F | B (b′) |
| Fis | H (h′) |
| G | C (c″) |
| Gis | Cis (cis″) |
| A | D (d″) |
| B | Es (es″) |
| H | E (e″) |
| hohes C | hohes F (f″) |
| hohes Cis | hohes Fis (fis″) |
| hohes D | hohes G (g″) |
| hohes Es | hohes As (as″) |
| hohes E | hohes A (a″) |
| hohes F | hohes B (b″) |
| hohes Fis | hohes H (h″) |
| hohes G | hohes C (c‴) |
Der Gabelgriff der barocken Altflöte liegt deshalb beim B, nicht beim F. Die Altflöte wird meist so notiert, wie sie klingt; die Sopranflöte klingt eine Oktave höher, als sie notiert ist.
Welche Grifftabelle für welche Blockflöte?
Blockflöten stehen in C oder in F: so heißt ihr tiefster Ton. Alle C-Flöten greifen wie die Sopran-Tabelle, alle F-Flöten wie die Alt-Tabelle.
| Flöte | Stimmung | Tiefster Ton | Hz bei a′ = 440 |
|---|---|---|---|
| Garklein | C | c‴ | 1046,50 |
| Sopranino | F | f″ | 698,46 |
| Sopran | C | c″ | 523,25 |
| Alt | F | f′ | 349,23 |
| Tenor | C | c′ | 261,63 |
| Bass | F | f | 174,61 |
| Großbass | C | c | 130,81 |
| Subbass | F | F | 87,31 |
Ab dem Tenor haben viele Flöten Klappen für die untersten Löcher; die Griffe bleiben dieselben. Pentatonische Flöten, wie sie Waldorfschulen und Kindergärten nutzen, haben eigene Grifftabellen; diese hier passt nicht. Eine Querflöte greift ganz anders, für sie gilt keine dieser Tabellen; stimmen kannst du sie mit dem Querflöten-Stimmgerät.
Wie sind Blockflöten gestimmt?
Die meisten Flöten sind auf den Kammerton a′ = 440 oder 442 Hz gestimmt; Moeck stimmt seine Flöten in moderner Stimmung auf a′ = 442 Hz (Stand 2026). Flöten für alte Musik in „tiefer Stimmung“ stehen auf 415 Hz, einen Halbton tiefer. Feinstimmen geht am Kopfstück: etwas herausziehen klingt tiefer, hineinschieben höher. Für Sopran, Alt und Tenor gibt es dafür das Blockflöten-Stimmgerät.
Zu welcher Instrumentengruppe gehört die Blockflöte?
Zu den Holzblasinstrumenten, auch wenn sie aus Kunststoff ist: die Gruppe richtet sich danach, wie der Ton entsteht, nicht nach dem Material. Genauer ist sie eine Kernspaltflöte: die Luft strömt durch einen schmalen Kanal über dem Block und trifft auf eine Kante, das Labium. Auch die Querflöte ist ein Holzblasinstrument, obwohl sie meist aus Metall ist; sie hat keinen Block, der Ton entsteht an der Kante des Mundlochs.
Blockflöte lernen für Anfänger: welche Töne zuerst?
- H, A, G mit der linken Hand allein: drei Töne reichen für die ersten Lieder.
- Hohes C und hohes D: beim C bleibt der Daumen zu, beim D geht er ganz vom Loch.
- Die rechte Hand dazu: E, tiefes D, dann F (deutsch oder barock).
- Das tiefe C zuletzt, wenn alle Finger dicht schließen.
- Dann Fis und B für die ersten Lieder in G-Dur und F-Dur, danach die hohen Töne mit dem Daumenspalt.
Grifftabelle als Poster
Das Bilderblatt mit den ersten neun Tönen auf festes Papier drucken und neben den Notenständer hängen.
Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.
