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Kontrabass-Stimmgerät

Kontrabass stimmen am Handy: E A D G von 41 bis 98 Hz oder Solostimmung Fis H E A, Saite für Saite mit Nadel und Cent. Dazu Flageoletts, Steg und Stimmstock.

Mika, der Resident

Einundvierzig Hertz sind tief für ein Handy. Mika hört auf die Obertöne und nennt trotzdem das E.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.

E1

Tipp auf Start. Spiel die E-Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.

Wie ist ein Kontrabass gestimmt? Die Töne der Saiten

Orchesterstimmung, in Quarten, von der tiefsten Saite zur höchsten

SaiteTonDeutschHz
4.E1Kontra-E41,20
3.A1Kontra-A55,00
2.D2großes D73,42
1.G2großes G98,00

Andere Stimmungen

StimmungTöneHz
SolostimmungFis1 H1 E2 A246,2 · 61,7 · 82,4 · 110,0
E-Saite auf D (Skordatur)D1 A1 D2 G236,7 · 55,0 · 73,4 · 98,0
Fünfsaiter, tiefes HH0 E1 A1 D2 G230,9 · 41,2 · 55,0 · 73,4 · 98,0
Fünfsaiter, Kontra-CC1 E1 A1 D2 G232,7 · 41,2 · 55,0 · 73,4 · 98,0
Wiener StimmungF1 A1 D2 Fis2 A243,7 · 55,0 · 73,4 · 92,5 · 110,0
QuintenstimmungC1 G1 D2 A232,7 · 49,0 · 73,4 · 110,0

Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Die Töne, wie sie klingen: Notiert wird der Kontrabass eine Oktave höher.

Kontrabass stimmen mit dem Stimmgerät

Stimm den Bass aufrecht, in Spielhaltung, und leg das Handy auf Höhe der F-Löcher. Tipp auf Start und streich die E-Saite mit langem, ruhigem Bogen; gezupft geht auch, kräftig und ausklingen lassen. Das Stimmgerät fragt E1, A1, D2 und G2 der Reihe nach ab und zeigt mit Nadel und Cent, wie weit die Saite danebenliegt. Bleibt sie gut vier Zehntelsekunden innerhalb von fünf Cent, kommt ein Haken, und die nächste ist dran. Die 41 Hz des E nimmt ein Handymikrofon kaum auf; das Stimmgerät findet den Ton trotzdem, aus der Periode seiner Obertöne, und braucht dafür einen Moment länger als bei der G-Saite. Kommt die Nadel beim E nicht zur Ruhe, spiel das Flageolett in der Saitenmitte, E2 bei 82,41 Hz: Das Stimmgerät liest es gegen dieselbe Saite, eine Oktave höher.

Kontrabässe haben Schraubenmechaniken statt Holzwirbeln. Sie halten von selbst; dreh trotzdem langsam, die dicken Saiten folgen träge. Stimm von unten an den Ton heran: Ist eine Saite zu hoch, lass sie erst unter den Ton und dreh sie dann hinauf, damit sie nicht in der Kerbe von Sattel oder Steg hängen bleibt und später nachgibt. Ohne Bass in der Hand: Tipp oben auf eine Saite, und das Handy spielt ihren Ton, auf dem eigenen Lautsprecher eine Oktave höher, weil der die Tiefe nicht schafft.

Kontrabass stimmen mit Flageoletts

Im Orchester kommt zuerst die A-Saite, nach dem A der Oboe; die anderen Saiten stimmst du dann nach ihr, mit Flageoletts. Berühr die Saite nur leicht, ohne sie aufs Griffbrett zu drücken. Bei einem Viertel ihrer Länge, dort, wo du sonst die Quarte über der leeren Saite greifst, klingt sie zwei Oktaven höher; bei einem Drittel, an der Stelle der Quinte, eine Oktave und eine Quinte höher. Zwei Saiten passen zusammen, wenn das Viertel-Flageolett der tieferen und das Drittel-Flageolett der höheren gleich klingen und das Schweben aufhört.

  • E-Saite nach A: Viertel der E-Saite und Drittel der A-Saite, beide E3 (164,81 und 165,00 Hz)
  • D-Saite nach A: Viertel der A-Saite und Drittel der D-Saite, beide A3 (220,00 und 220,25 Hz)
  • G-Saite nach D: Viertel der D-Saite und Drittel der G-Saite, beide D4 (293,66 und 294,00 Hz)

Die Zahlen zeigen den kleinen Rest: Flageoletts ergeben reine Quarten, knapp 2 Cent enger als die gleichstufigen des Stimmgeräts. Von der A-Saite aus gestimmt landen E und D um 2 Cent, das G um 4 Cent neben dem Stimmgerät, noch innerhalb seines Hakens. Für das Zusammenspiel mit Klavier oder Band ist das Stimmgerät die genauere Wahl.

Solostimmung und Solosaiten

Für Solowerke stimmen Kontrabassisten jede Saite einen Ganzton höher, Fis1 H1 E2 A2, der zweite Schalter oben. Dafür gibt es eigene, dünnere Solosaiten: Die Spannung einer Saite wächst mit dem Quadrat der Frequenz, und Orchestersaiten einen Ganzton höher zögen gut ein Viertel stärker an Steg und Decke. Die Solostimme wird transponierend notiert und klingt eine kleine Septime tiefer als geschrieben.

Fünf Saiten, Wiener Stimmung, Quinten

Im Sinfonieorchester spielen viele Bässe eine fünfte Saite unter dem E, auf Subkontra-H (H0, 30,87 Hz) oder Kontra-C (C1, 32,70 Hz), weil die Musik oft bis zum tiefen C hinunterführt; in den USA und Kanada ersetzt häufig eine Verlängerung der E-Saite, die C-Mechanik, die fünfte Saite. Den Fünfsaiter mit H stimmst du mit dem Fünfsaiter-Stimmgerät (H E A D G). Für das Kontra-C nimm das chromatische Stimmgerät und spiel das Flageolett in der Saitenmitte, C2 bei 65,41 Hz, das liest ein Handy gut.

Die Wiener Stimmung F1 A1 D2 Fis2 A2 gehört zum fünfsaitigen Bass mit Bünden, der im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Wien gespielt wurde (Österreichisches Musiklexikon); für ihn schrieben Dittersdorf, Vanhal und Sperger ihre Konzerte. Die Quintenstimmung C1 G1 D2 A2 liegt genau eine Oktave unter dem Cello und verlangt eine andere Grifftechnik; bekannte Vertreter sind der Kanadier Joel Quarrington in der Klassik und Red Mitchell im Jazz.

Für manche Stücke stimmen Bassisten die E-Saite einen Ganzton tiefer auf D1 (36,71 Hz), eine Skordatur: D1 A1 D2 G2. Das Bass-Stimmgerät hat dafür Drop D mit denselben vier Tönen.

Steg und Stimmstock

Beim Hochstimmen ziehen die Saiten die Oberkante des Stegs zum Griffbrett hin. Schau nach dem Stimmen von der Seite: Die zum Saitenhalter zeigende Seite des Stegs soll im rechten Winkel auf der Decke stehen, die Füße mittig zwischen den inneren Kerben der F-Löcher; die Seite zum Griffbrett hin ist leicht geneigt. Steht er schief, richte ihn mit beiden Händen langsam auf, bevor er umfällt. Saiten wechselst du einzeln, eine nach der anderen; nimm nie alle auf einmal ab, sonst kippt der Steg und der Stimmstock fällt um.

Der Stimmstock hat mit dem Stimmen nichts zu tun: Er ist das Holzstäbchen im Inneren, hinter dem Stegfuß auf der G-Seite, nicht geleimt, nur zwischen Decke und Boden eingeklemmt; ohne Saitendruck kann er umfallen. Klappert etwas im Korpus oder klingt der Bass plötzlich hohl, lass die Saiten sofort etwas nach, damit die Decke entlastet ist, und bring ihn zum Geigenbauer. Neue Saiten dehnen sich noch ein paar Tage; stimm in der Zeit öfter nach. Darmsaiten dehnen sich länger und ändern mit der Luftfeuchte ihre Stimmung stärker als Stahlsaiten; stimm sie vor jeder Probe nach.

Cello und Kontrabass

Nicht dasselbe Instrument und nicht dieselbe Stimmung: Das Cello ist in Quinten gestimmt, C2 G2 D3 A3, und wird notiert, wie es klingt; der Kontrabass in Quarten und eine Oktave höher notiert. Das tiefe C des Cellos (65,41 Hz) liegt eine kleine Sexte über dem E des Basses. Fürs Cello gibt es das Cello-Stimmgerät. Der E-Bass hat dieselben vier Töne wie der Kontrabass, E1 A1 D2 G2; das Bass-Stimmgerät kennt dazu Drop D.

Größe und Mensur

Die Stimmung ist bei jeder Größe dieselbe; nur die Saiten passen zur Mensur, der schwingenden Länge vom Sattel zum Steg. Erwachsene spielen meist einen Dreiviertelbass mit 104 bis 106 cm Mensur, im Orchester auch den 4/4-Bass bis 110 cm; für Kinder gibt es Achtel-, Viertel- und halbe Bässe um 80, 90 und 97 cm (Wikipedia, Stand 2026).

Im Orchester: Mikrofon oder Clip

Eine App brauchst du nicht: Dieses Stimmgerät läuft im Browser des Handys, kostenlos und ohne Konto. In einer lauten Probe hört jedes Mikrofon auch die Nachbarn, dieses hier eingeschlossen; ein Clip-Stimmgerät am Steg nimmt nur den eigenen Bass ab. Viele Orchester in Deutschland und Österreich stimmen auf 442 oder 443 Hz. Stell den Schalter dann auf 442: Ein auf 443 gestimmter Bass zeigt 4 Cent zu hoch und bekommt den Haken noch.

Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

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