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Fünfsaiter-Bass-Stimmgerät

5-Saiter-Bass stimmen am Handy: H E A D G mit dem tiefen H bei 30,87 Hz oder E A D G C, Saite für Saite mit Nadel und Cent. Dazu Saitenstärken und Drop A.

Mika, der Resident

Das tiefe H ist eine langsame Saite. Mika lässt ihr einen Moment länger, bevor er etwas sagt.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.

H0

Tipp auf Start. Spiel die H-Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.

So ist ein 5-Saiter-Bass gestimmt

Tiefes H, von der dicksten Saite zur dünnsten

SaiteTonHz
5.H030,87
4.E141,20
3.A155,00
2.D273,42
1.G298,00

Andere Stimmungen

StimmungTöneHz
Hohes CE1 A1 D2 G2 C341,2 · 55,0 · 73,4 · 98,0 · 130,8
Drop AA0 E1 A1 D2 G227,5 · 41,2 · 55,0 · 73,4 · 98,0
6-SaiterH0 E1 A1 D2 G2 C330,9 · 41,2 · 55,0 · 73,4 · 98,0 · 130,8

Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Englisch heißt die H-Saite B-Saite.

5-Saiter-Bass stimmen mit dem Stimmgerät

Tipp auf Start und zupf die H-Saite, die dickste, mit der Fingerkuppe oder dem Daumen statt mit dem Plektrum, und leg die Handfläche auf die anderen vier. Das Stimmgerät nimmt sich die Saiten in der Reihenfolge H0, E1, A1, D2, G2 vor; Nadel und Cent zeigen die Abweichung, und liegt die Saite gut vier Zehntelsekunden innerhalb von fünf Cent, kommt ein Haken. Das tiefe H schwingt nur knapp 31-mal pro Sekunde, weit unter dem, was ein Handymikrofon aufnimmt. Gelesen wird es trotzdem, über die Periode der Obertöne; lass die Saite klingen, statt nachzuschlagen. Ein Tipp auf eine Saite vor dem Start spielt sie vor, am Handy eine Oktave höher.

Ein schlaffes, verschwommenes H ist kein Stimmfehler, sondern Physik: Bei gleicher Länge braucht ein tieferer Ton weniger Spannung oder eine dickere Saite. Darum bauen viele Hersteller Fünfsaiter mit 35 Zoll Mensur (88,9 cm) statt der üblichen 34 (86,4 cm) oder mit Fächerbünden (Multiscale), die die tiefen Saiten länger machen. Die andere Fünfsaiter-Stimmung lässt das H weg und setzt ein hohes C über das G, E A D G C, für Akkorde und Soli; das ist der zweite Schalter.

H oder B: wie die tiefe Saite heißt

Im Deutschen heißt der Ton H, im Englischen B; „Low B“ und tiefe H-Saite sind dieselbe Saite, H0 bei 30,87 Hz. Das deutsche B liegt einen Halbton tiefer, es ist das Ais. Wer nach englischen Tabs oder Stimmgeräten spielt, liest also B E A D G und stimmt H E A D G.

Welche Saitenstärke für welche Stimmung?

Ein üblicher Fünfsaiter-Satz für H E A D G hat .045, .065, .080, .100 und .130 Zoll (etwa D'Addario EXL170-5, Stand 2026); leichtere Sätze beginnen bei .040 und enden bei .120 bis .125. Für E A D G C bleibt der Viersaiter-Satz, dazu eine C-Saite um .030 bis .032, wie in den Sechssaiter-Sätzen von D'Addario und Ernie Ball. Die Spannung einer Saite wächst mit dem Quadrat der Frequenz: Stimmst du das H einen Ganzton tiefer auf A, verliert sie rund ein Fünftel ihrer Spannung und schlackert; für Drop A gibt es Sätze mit einer tiefen Saite um .135 bis .145. Nach einem Wechsel der Stärken prüf die Halskrümmung und ob die dicke Saite in die Kerbe des Sattels passt.

Drop A und 6-Saiter mit diesem Stimmgerät

Für Drop A, A E A D G, stimmst du die tiefste Saite einen Ganzton unter das H, auf A0 bei 27,50 Hz. Einen eigenen Schalter gibt es dafür nicht: Wähl oben die A-Saite (A1) und spiel auf der tiefsten Saite das Flageolett am 12. Bund, das ist A1, eine Oktave über A0. Gegenprobe ohne Stimmgerät: Der 7. Bund der A0-Saite klingt wie die leere E-Saite. Den 6-Saiter H E A D G C stimmst du in zwei Schritten: die fünf tiefen mit „Tiefes H“, dann „Hohes C“ für die C-Saite, C3 bei 130,81 Hz.

4 oder 5 Saiten?

Das H erweitert den Bass um fünf Halbtöne nach unten, bis H0. Das tiefe D (36,71 Hz) liegt im 3. Bund der H-Saite, wofür ein Viersaiter auf Drop D umstimmen muss, das tiefe C im 1. Bund. Dazu greifst du viele Töne der E-Saite weiter oben auf der H-Saite und sparst Lagenwechsel. Der Preis: ein breiterer Hals, oft engere Saitenabstände und eine Saite mehr, die beim Spielen gedämpft werden will. Für den Viersaiter E A D G gibt es das Bass-Stimmgerät. Einen Viersaiter auf H E A D stimmst du mit „Tiefes H“ und den ersten vier Saiten; dafür braucht er einen Satz mit einer tiefen Saite um .130 und meist einen erweiterten Sattelschlitz. Den fünfsaitigen Kontrabass mit Subkontra-H oder Kontra-C erklärt das Kontrabass-Stimmgerät.

Bundreinheit: wenn die leeren Saiten stimmen und die Töne nicht

Stimmt die leere Saite, aber der 12. Bund nicht, liegt es an der Bundreinheit, nicht an der Stimmung. Wähl die Saite oben, spiel das Flageolett am 12. Bund, dann den gegriffenen Ton am 12. Bund; das Stimmgerät liest beide gegen dieselbe Saite. Ist der gegriffene Ton zu hoch, schraub den Reiter am Steg ein Stück vom Hals weg; ist er zu tief, zum Hals hin. Beim dicken H steht der Reiter meist am weitesten hinten.

Grifftabelle: die Töne bis zum 12. Bund

BundHEADG
leerHEADG
1CFAisDisGis
2CisFisHEA
3DGCFAis
4DisGisCisFisH
5EADGC
6FAisDisGisCis
7FisHEAD
8GCFAisDis
9GisCisFisHE
10ADGCF
11AisDisGisCisFis
12HEADG

Ais heißt auch B, Dis auch Es, Cis auch Des, Fis auch Ges, Gis auch As. Der 12. Bund ist die Oktave der leeren Saite.

Nach Gehör: von der A-Saite aus

Das tiefe H als Bezugston schafft kein Handylautsprecher, auch eine Oktave höher kaum. Sicherer geht es von der A-Saite aus: Ihr Flageolett am 5. Bund ist A3, 220 Hz, eine Oktave unter einer Stimmgabel mit 440 Hz; den Tongenerator stellst du gleich auf 220 Hz. Dann E nach A (5. Bund der E-Saite = leere A), H nach E (5. Bund der H-Saite = leere E), D nach A und G nach D, wie in der Liste unten.

Ohne Stimmgerät: nach Gehör

Stimm zuerst die 5. Saite (H0) nach einem Bezugston, etwa vom Tongenerator (30,87 Hz); am Handylautsprecher besser eine Oktave höher, H1. Dann jede weitere Saite nach einer, die schon stimmt: greif den Bund, schlag beide an und dreh, bis die Schwebung verschwindet.

  • Die 4. Saite (E1): 5. Bund der 5. Saite (H0)
  • Die 3. Saite (A1): 5. Bund der 4. Saite (E1)
  • Die 2. Saite (D2): 5. Bund der 3. Saite (A1)
  • Die 1. Saite (G2): 5. Bund der 2. Saite (D2)

Feiner geht es mit Flageoletts: das Flageolett am 5. Bund der 5. Saite (H0) und das am 7. Bund der 4. Saite (E1) klingen gleich, wenn die Saiten stimmen.

Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

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