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Cello-Stimmgerät
Cello stimmen im Browser: A3 mit 220 Hz, D3, G2 und das tiefe C2 mit 65,41 Hz, Saite für Saite mit Nadel und Cent, 440 oder 442 Hz. Dazu Wirbel und reine Quinten.

Das tiefe C lang und ruhig spielen. Mika braucht einen Moment für die tiefste Saite.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.
C2✓
Tipp auf Start. Spiel die C-Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.
Cello Stimmung: die Töne in Hz
| Saite | Ton | A = 440 | A = 442 |
|---|---|---|---|
| 1. (hoch) | A3 · a | 220,00 | 221,00 |
| 2. | D3 · d | 146,83 | 147,50 |
| 3. | G2 · G | 98,00 | 98,44 |
| 4. (tief) | C2 · C | 65,41 | 65,70 |
Gleichstufig, wie am Klavier; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Merksätze: „Cello Geht Doch Auch“ von unten, „Ach Du Großes Cello“ von oben.
Cello stimmen mit dem Stimmgerät: erst A, dann D, G, C
Cello stimmen online geht hier ohne App. Leg das Handy aufs Notenpult, tipp auf Stimmen starten und erlaub das Mikrofon. Fang wie im Orchester mit der A-Saite an: Tipp oben auf das A, streich die leere Saite lang und gleichmäßig und dreh, bis die Nadel in der Mitte steht; bei fünf Cent oder weniger kommt der Haken. Das Stimmgerät schlägt danach die C-Saite vor; tipp stattdessen auf D, dann G, dann C. Spielst du gleich eine andere Saite, die schon nah an ihrem Ton liegt, springt die Anzeige nach einem Moment von selbst zu ihr. Danach geh ein zweites Mal über alle vier: Jede Saite, die du hochziehst, drückt den Steg ein wenig und nimmt den anderen ein paar Cent.
Das tiefe C liegt bei 65 Hz, am unteren Rand dessen, was ein Handymikrofon gut hört. Streich es mit ruhigem, gleichmäßigem Bogen und lass die Nadel zwei Sekunden zur Ruhe kommen, bevor du drehst. Drück nicht: Mit viel Bogengewicht sinkt der Ton einer leeren Saite leicht. Hört das Mikrofon eher den Oberton eine Oktave höher, rechnet das Stimmgerät ihn auf die Saite zurück. Ohne Mikrofon tippst du einen Ton an und hörst ihn; auf dem Handylautsprecher klingen C und G eine Oktave höher, weil er so tief nicht spielt.
Wirbel oder Feinstimmer?
Der Feinstimmer am Saitenhalter ist für die letzten Cent: im Uhrzeigersinn hineindrehen macht den Ton höher, heraus tiefer. Viele Celli haben nur an der A-Saite einen, manche an allen vier. Steht die Schraube ganz unten, kann der Hebel darunter die Decke berühren und zerkratzen; dann dreh sie ein gutes Stück heraus und hol den Ton mit dem Wirbel.
Der Wirbel ist für die großen Schritte. Dreh ihn langsam und drück ihn dabei sanft in den Wirbelkasten, damit er in seinem konischen Loch hält. Komm von unten an den Ton: Ist die Saite zu hoch, lockere sie erst etwas unter den Ton und dreh sie dann hinauf. Am C und G bewegt schon ein Millimeter am Wirbel viele Cent; lass die Saite nach jeder Drehung kurz ruhen.
Wenn der Wirbel nicht hält, die Saite knackt oder der Steg kippt
- Der Wirbel rutscht zurück: Holz arbeitet. Trockene Heizungsluft lässt den Wirbel schrumpfen, dann rutscht er; feuchte Luft lässt ihn klemmen. Wirbelpaste aus dem Fachhandel hilft in beide Richtungen; hilft sie nicht, passt der Geigenbauer den Wirbel an.
- Die Saite knackt beim Stimmen: Sie hängt in ihrer Kerbe am Obersattel oder am Steg. Reib etwas weiche Bleistiftmine in die Kerbe, dann gleitet sie.
- Der Steg kippt: Beim Hochstimmen zieht jede Saite die Oberkante des Stegs zum Griffbrett. Die Seite zum Saitenhalter soll senkrecht auf der Decke stehen; richte ihn mit beiden Händen vorsichtig auf, solange die Saiten gespannt sind. Steht er stark schief, lass es die Werkstatt machen.
- Nie alle Saiten auf einmal entspannen: Der Stimmstock im Inneren steht nur durch den Druck des Stegs und kann umfallen. Wechsel die Saiten einzeln.
- Eine Saite liegt weit unter ihrem Ton, das D klingt etwa wie ein C: Meist ist der Wirbel zurückgerutscht, oder die anderen haben nachgegeben, nachdem eine Saite gerissen ist. Stimm sie in kleinen Schritten hoch, abwechselnd mit den Nachbarsaiten, und behalt dabei den Steg im Blick.
- Eine Saite reißt: Alte Saiten werden spröde und reißen beim Hochstimmen, deshalb nach Jahren ohne Wechsel alle erneuern. Eine neue Saite ziehst du einzeln auf, während die anderen gespannt bleiben, damit Steg und Stimmstock stehen; dann langsam hochstimmen, nie über den Ton hinaus, und in den ersten Tagen öfter nachstimmen. Sind alle Saiten schlaff, prüf vor dem Spannen, ob der Stimmstock noch steht (durch das rechte f-Loch), sonst in die Werkstatt.
Cello nach Gehör stimmen: die Quinten
Hol dir das A vom Stimmgerät, vom Klavier oder von der Stimmgabel; die Gabel mit 440 Hz gibt das a′, eine Oktave über der A-Saite. Dann streich zwei Nachbarsaiten zusammen, A und D, dann D und G, dann G und C, und dreh die tiefere, bis die Quinte ruhig steht. Eine unreine Quinte schwebt, umso schneller, je weiter sie danebenliegt. Ob die Saite zu hoch oder zu tief ist, hörst du besser, wenn du beide nacheinander spielst.
Feiner geht es mit Flageoletts: Das Flageolett in der Mitte der höheren Saite und das bei einem Drittel der tieferen klingen gleich, wenn die Quinte rein ist. Schwebt es, dreh die tiefere nach.
In der Probe, wenn alle gleichzeitig stimmen, hört ein Handymikrofon die Nachbarn mit, und die Nadel springt. Nimm dann nur das A, von der Oboe oder vom Stimmgerät, und stimm D, G und C über die Quinten nach Gehör.
Reine Quinten oder Stimmgerät: warum das C dann tiefer liegt
Ein Stimmgerät stimmt gleichstufig wie ein Klavier: Jede Quinte ist dort zwei Cent kleiner als rein. Stimmst du nach Gehör drei reine Quinten vom A hinunter, landet das D 2 Cent, das G 4 und das C 6 Cent unter der Mitte der Nadel. Zum Klavier klingt das tiefe C dann eine Spur zu tief; deshalb stimmen viele Cellisten die Quinten etwas enger, wenn sie mit Klavier spielen, und rein, wenn sie allein oder im Quartett spielen. Die Tabelle im Wikipedia-Artikel „Violoncello“ rechnet mit reinen Quinten, 65,19 Hz für das C statt 65,41; beide Zahlen stimmen, für verschiedene Zwecke. Gleichstufige Quinten schweben langsam: A und D etwa einmal in zwei Sekunden, G und C einmal in vier bis fünf.
440, 442 oder 443 Hz?
Allein und mit Klavier sind 440 Hz üblich. Viele Orchester in Deutschland und Österreich stimmen höher, meist auf 442 oder 443 Hz (Stand 2026); frag nach, worauf deine Gruppe stimmt. Der Schalter oben bietet 432, 440 und 442. Stimmt dein Orchester auf 443, stell 442 ein und lass die Nadel knapp 4 Cent rechts der Mitte stehen.
Cello tiefer stimmen: geht das?
Einen Halbton tiefer, damit es zu tief gestimmten Gitarren passt, verträgt ein Cello: Weniger Zug schadet nicht, die Saiten klingen nur etwas lockerer. Ständiges Hin und Her zwischen zwei Stimmungen kostet Stimmstabilität; wer es oft braucht, nimmt ein Zweitinstrument. Höher als C G D A zu stimmen belastet Decke und Steg. Die Literatur kennt Umstimmungen, die Skordatur: In Bachs fünfter Suite für Violoncello solo wird die A-Saite auf G gestimmt (nicht in der sechsten: Die ist für ein Cello mit fünfter Saite auf e′ geschrieben), in Kodálys Sonate op. 8 das C auf H und das G auf Fis.
Geige und Cello, und wie das Cello früher hieß
Das Cello ist gestimmt wie die Bratsche, eine Oktave tiefer, und eine Duodezime, Oktave plus Quinte, unter der Geige: Geige G3 D4 A4 E5, Cello C2 G2 D3 A3. Seine schwingende Saite ist mit rund 69 cm gut doppelt so lang wie die der Geige, und es steht auf dem Stachel zwischen den Knien. Früher hieß es Bassvioline oder Bassgeige; der Name Violoncello, „kleiner Violone“, taucht zuerst 1665 in Triosonaten von Giulio Cesare Arresti auf (nach dem Wikipedia-Artikel „Violoncello“, Stand 2026). Die Geschwister stimmst du hier: Geige, Bratsche, Kontrabass.
Wie klingt ein Cello, und ist es schwer zu lernen?
Warm, dunkel in der Tiefe, singend in der Höhe. Die hohen Zargen, viermal so hoch wie bei der Geige, verstärken bestimmte Teiltöne, vor allem den ersten Oberton; daher die warme Farbe. Seine typischen Töne liegen im Bereich der Männerstimme, Bass und Tenor, und der Umfang reicht vom großen C über vier Oktaven hinauf (Wikipedia, „Violoncello“, Stand 2026).
Schwer ist am Cello wie an der Geige, dass es keine Bünde hat: Jeden Ton findest du nach Gehör, und das Instrument muss vor dem Spielen stimmen. Leichter als die Geige ist die Haltung, sitzend und ohne Kinnhalter, und die lange Saite verzeiht mehr: Ein Millimeter daneben kostet am Sattel rund 2,5 Cent, auf der Geige gut 5. Dafür liegen die Töne weiter auseinander; in der ersten Lage greift jeder Finger einen Halbton, und die Hand wechselt öfter die Lage.
Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.
Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.
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