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Geigen-Stimmgerät

Geige stimmen: erst das A, dann D, G und E. Das Stimmgerät zeigt für jede Saite Nadel und Cent, bei A = 440 oder 442 Hz. Kostenlos im Browser, ohne App.

Mika, der Resident

Mika wartet aufs A. Danach schlägt er das E vor, oder er nimmt die Saite, die du spielst.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.

G3

Tipp auf Start. Spiel die G-Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.

Die Töne der Geige in Hz

SaiteTonStimmgerätreine Quinten
4. G (dickste)G3 (g)196,00195,56
3. DD4 (d¹)293,66293,33
2. AA4 (a¹)440,00440,00
1. E (dünnste)E5 (e²)659,26660,00

In Hz, bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Rechts jede Saite in reinen Quinten (3 : 2) vom A aus.

So stimmst du die Geige mit dem Stimmgerät

Tipp oben auf das A, dann auf „Stimmen starten“, und erlaub das Mikrofon. Streich die leere A-Saite lang und ruhig, oder zupf sie und lass sie klingen. Nadel links heißt zu tief, rechts zu hoch; 100 Cent sind ein Halbton. Liegst du weniger als einen Viertelton daneben, dreh am Feinstimmer: im Uhrzeigersinn, von oben gesehen, wird der Ton höher, dagegen tiefer. Liegst du weiter weg, nimm den Wirbel. Bleibt die Nadel eine knappe halbe Sekunde innerhalb von fünf Cent, kommt der Haken. Nach dem A schlägt das Stimmgerät die E-Saite vor. Willst du wie im Orchester D, G und zuletzt E stimmen, spiel einfach die D-Saite: Liegt sie weniger als 45 Cent daneben, wechselt es nach einem Moment von selbst. Oder tipp die Saite oben an. Haben alle vier den Haken, starte noch einmal und prüf jede Saite: Eine Saite am Wirbel zu stimmen, verändert den Zug auf den Steg und damit die anderen.

Viele Orchester in Deutschland und Österreich stimmen höher als 440, meist auf 442 oder 443 Hz. Der Kammerton-Schalter nimmt jede Saite mit. Für 443 stell 442 ein und stimm auf etwa 4 Cent zu hoch; der Haken kommt trotzdem. Ohne Mikrofon tippst du eine Saite an und hörst ihren Ton. Das Mikrofon geht aus, wenn alle vier stimmen, wenn du stoppst oder nach einer halben Minute Stille.

Die vier Saiten der Geige: G, D, A, E

Von der tiefsten, dicksten zur höchsten, dünnsten: G, D, A und E, gezählt als 4. bis 1. Saite. Von vorn gesehen liegt das G links. Merksatz: „Geh, du alter Esel.“

Reihenfolge: zuerst das A, dann D, G und E

Das A ist der Ton, auf den sich alle einigen: Im Orchester gibt ihn die Oboe, zu Hause das Stimmgerät oder eine Stimmgabel mit 440 Hz. Die anderen Saiten stehen im Abstand einer Quinte, D und G darunter, E darüber. Die E-Saite kommt zuletzt, weil sie dünner Stahl ist und eine zu große Wirbeldrehung sie reißen lässt. Darum hat sie fast immer einen Feinstimmer, auch wenn die anderen keinen haben.

Wie oft stimmt man die Geige?

Stimm die Geige jedes Mal, bevor du spielst, und in langen Proben nach etwa einer Stunde nach. Lass sie nicht neben der Heizung oder im Auto liegen: Hitze und trockene Luft verstimmen sie und setzen dem Holz zu.

Feinstimmer und Wirbel

  • Feinstimmer, die Rädchen am Saitenhalter, sind für die letzten Cent. Ist einer ganz eingedreht und der Ton noch zu tief, dreh ihn halb heraus und hol den Rest mit dem Wirbel. Achte darauf, dass sein Hebel unten nicht die Decke berührt. Dreht sich ein Feinstimmer schwer, dreh ihn heraus, gib einen Tropfen säurefreies Nähmaschinenöl aufs Gewinde und dreh ihn wieder ein; kein Öl aufs Holz.
  • Wirbel drehst du langsam und drückst sie dabei leicht in den Wirbelkasten, sonst rutschen sie zurück. Dreh von unten an den Ton heran und nie darüber hinaus: Eine überdrehte Saite reißt. Lass die Saite beim Drehen klingen, dann hörst du, in welche Richtung es geht.

Reine Quinten oder Stimmgerät: bis zu 4 Cent Unterschied

Nach Gehör stimmt man die Geige in reinen Quinten: Streich zwei Nachbarsaiten zusammen und dreh, bis das Schweben aufhört; je näher du kommst, desto langsamer schwebt es. Ein Stimmgerät zeigt die gleichstufige Stimmung des Klaviers, und dort ist jede Quinte knapp 2 Cent enger. Vom A aus liegt das reine D deshalb 2 Cent unter der Anzeige, das G 4 Cent darunter, das E 2 Cent darüber (Tabelle oben). Der Haken hier kommt bei fünf Cent, beide Wege bekommen ihn. Im Quartett stimmt man rein; mit dem Klavier stimmen viele die Quinten etwas enger, näher an der Anzeige.

Wenn der Wirbel rutscht oder klemmt

Holz arbeitet. In trockener Heizungsluft, unter etwa 40 % Luftfeuchte, schrumpfen die Wirbel und rutschen; in feuchter Luft quellen sie und klemmen. Klemmt ein Wirbel, zieh ihn beim Drehen leicht heraus; Wirbelseife macht ihn gängig. Rutscht er, drück ihn beim Stimmen fester hinein, und nimm keine Seife, die macht es schlimmer: Kreide auf den Laufflächen oder Wirbelpaste helfen. Hält er trotzdem nicht, muss der Geigenbauer ihn nachpassen. Bei Kindergeigen mit Gefühl: Ein zu fest gedrückter Wirbel kann den Wirbelkasten reißen lassen.

Den Steg prüfen

Der Steg steht lose auf der Decke, nur von den Saiten gehalten. Beim Hochstimmen ziehen sie seine Oberkante zum Griffbrett hin. Sieh nach jedem größeren Stimmen von der Seite hin: Die Seite zum Saitenhalter soll senkrecht auf der Decke stehen. Ist er nur leicht nach vorn geneigt, zieh ihn mit beiden Händen an der Oberkante vorsichtig zurück. Ist er verbogen oder umgefallen, stimm nicht wieder hoch, sondern bring die Geige zum Geigenbauer: Ohne den Druck der Saiten kann innen der Stimmstock umfallen.

Neue Saiten

Saiten mit Kunststoffkern dehnen sich ein paar Tage, Darmsaiten länger, die Stahl-E kaum. Stimm in dieser Zeit oft nach. Wechsel die Saiten einzeln, nie alle auf einmal, dann bleiben Steg und Stimmstock unter Spannung an ihrem Platz. Neue Saiten kurz vor einem Konzert sind eine schlechte Idee.

Geige am Klavier stimmen

Das A der Geige ist das a¹ über dem eingestrichenen c in der Mitte der Tastatur. Das D ist das d¹ direkt über dem c¹, das G das g darunter, das E das e² eine Oktave über dem e¹. Die Geige ist nicht transponierend: Was in den Noten steht, klingt auch so.

Kindergeigen, Bratsche, Cello

Jede Geigengröße von 1/16 bis 4/4 wird G D A E gestimmt. Kleine Geigen haben oft an allen vier Saiten Feinstimmer, damit Kinder die Wirbel nicht brauchen. Ob die Größe passt, prüfst du so: Halt die Geige in Spielhaltung und streck den linken Arm unter ihr aus. Die Schnecke soll in der Handfläche liegen, und die Finger sollen sie umgreifen können. Reichen die Finger weit über die Schnecke hinaus, ist die Geige zu klein; erreicht die Hand die Schnecke kaum, ist sie zu groß. Die Bratsche liegt eine Quinte tiefer, C G D A (Bratschen-Stimmgerät), das Cello eine Oktave unter der Bratsche (Cello-Stimmgerät). Geige und Violine sind dasselbe Instrument.

Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

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