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Banjo-Stimmgerät
Banjo stimmen im Browser: Fünfsaiter in Open G (g D G H D), Double C, Open D und Tenorbanjo C G D A, Saite für Saite mit Nadel. Dazu 4 und 6 Saiten, Fell und Steg.

Die kurze Saite ist die höchste. Nach neuen Saiten nimmt Mika sie zuletzt.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.
G4✓
Tipp auf Start. Spiel die G-Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.
Banjo Stimmung Open G: die Töne in Hz
| Saite | Ton | Hz |
|---|---|---|
| 5. (kurz) | G4 · g′ | 392,00 |
| 4. | D3 · d | 146,83 |
| 3. | G3 · g | 196,00 |
| 2. | H3 · h | 246,94 |
| 1. | D4 · d′ | 293,66 |
Andere Banjo-Stimmungen: 4, 5 und 6 Saiten
| Stimmung | Töne | Hz |
|---|---|---|
| Double C, am Schalter | G4 C3 G3 C4 D4 | 392,0 · 130,8 · 196,0 · 261,6 · 293,7 |
| Open D, am Schalter | Fis4 D3 Fis3 A3 D4 | 370,0 · 146,8 · 185,0 · 220,0 · 293,7 |
| Sawmill, G modal | G4 D3 G3 C4 D4 | 392,0 · 146,8 · 196,0 · 261,6 · 293,7 |
| C-Stimmung (Drop C) | G4 C3 G3 H3 D4 | 392,0 · 130,8 · 196,0 · 246,9 · 293,7 |
| Tenor, 4 Saiten, am Schalter | C3 G3 D4 A4 | 130,8 · 196,0 · 293,7 · 440,0 |
| Irish Tenor, 4 Saiten | G2 D3 A3 E4 | 98,0 · 146,8 · 220,0 · 329,6 |
| Plektrum, 4 Saiten | C3 G3 H3 D4 | 130,8 · 196,0 · 246,9 · 293,7 |
| Chicago, 4 Saiten | D3 G3 H3 E4 | 146,8 · 196,0 · 246,9 · 329,6 |
| Gitarrenbanjo, 6 Saiten | E2 A2 D3 G3 H3 E4 | 82,4 · 110,0 · 146,8 · 196,0 · 246,9 · 329,6 |
Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Was nicht am Schalter ist, misst das chromatische Stimmgerät.
Banjo stimmen mit dem Stimmgerät: Saite für Saite
Ein Fünfsaiter steht meist in Open G: von der kurzen 5. Saite bis zur 1. g D G H D, als Töne G4 D3 G3 H3 D4. Leer angeschlagen klingt ein G-Dur-Akkord, daher der Name. Tipp auf Stimmen starten, erlaub das Mikrofon und zupf die Saite, die oben markiert ist: Die Nadel zeigt die Cent, bei fünf Cent oder weniger kommt der Haken, und es geht zur nächsten. Für Double C, Open D oder ein viersaitiges Tenorbanjo tippst du vorher oben auf den Schalter.
Das Stimmgerät beginnt mit der kurzen 5. Saite, so wie die Saiten am Hals liegen. Nach neuen Saiten oder einem Umstimmen fang lieber bei der 4. an: Tipp auf das D3, dann geht es über G, H und D zur 5. Saite. Die dünne Bordunsaite verstimmt sich sonst als erste, während die anderen vier Zug aufbauen und das Fell nachgibt; zuletzt gestimmt, bleibt sie. Ohne Mikrofon tippst du oben auf einen Ton und hörst ihn.
H oder B? Banjo-Saiten auf Deutsch
Englische Anleitungen schreiben Open G als G D G B D. Das englische B ist das deutsche H, 246,94 Hz; das deutsche B liegt einen Halbton tiefer. Wer nach einer englischen Tabelle stimmt, bringt die 2. Saite also auf H. Das kleine g vorn steht für die kurze 5. Saite, die eine Oktave über der 3. klingt.
Die kurze 5. Saite und der Kapodaster
Die 5. Saite beginnt erst am 5. Bund, ihr Wirbel sitzt seitlich am Hals. Sie ist meist so dünn wie die 1. Saite, klingt aber höher als alle anderen, obwohl sie oben am Hals liegt, und läuft als Bordun durch fast jedes Stück; im Bluegrass schlägt der Daumen sie immer wieder leer an. Ältere Banjos haben an diesem Wirbel oft kein Getriebe, nur Reibung: dreh ihn in sehr kleinen Schritten. Setzt du einen Kapodaster in den 2. Bund, um in A zu spielen, muss die 5. Saite mit, von G4 auf A4 mit 440 Hz: hochstimmen oder unter einen der kleinen Nägel im 7. Bund legen, die viele Bluegrass-Banjos dafür haben.
Fell und Steg: was ein Banjo verstimmt
Anders als bei der Gitarre steht der Steg auf einem gespannten Fell statt auf einer Holzdecke, und er ist nicht geleimt; nur der Saitendruck hält ihn. Daher der laute, helle, kurze Ton, und daher drei Eigenheiten beim Stimmen.
- Jede Saite verstimmt die anderen. Ziehst du eine hoch, drückt der Steg das Fell tiefer, und die übrigen sinken ein paar Cent. Geh zwei-, dreimal über alle fünf.
- Der Steg wandert. Er gehört an die Stelle, an der der gegriffene 12. Bund genau eine Oktave über der leeren Saite liegt, ungefähr so weit vom 12. Bund wie der Sattel; das Stimmgerät zeigt dann für beide dieselben Cent. Ist der 12. Bund zu hoch, schieb den Steg ein Stück Richtung Saitenhalter, zu tief Richtung Hals. Wechsel die Saiten einzeln, dann bleibt er stehen.
- Das Fell gibt nach. Ein Naturfell wird bei feuchter Luft weich, ein Kunststofffell, heute die Regel, kaum. Ist es zu locker, sinkt der Steg und der Ton wird dumpf. Gespannt wird an den Spannhaken rund um den Rahmen: mit dem Banjoschlüssel je eine Achteldrehung, über Kreuz wie bei einer Trommel, und tipp neben jedem Haken aufs Fell, bis es überall gleich klingt. Viele Bluegrass-Spieler stimmen das Fell, angetippt, ungefähr auf Gis; das ist eine Faustregel, keine Norm.
Hält die Stimmung trotzdem nicht, liegt es oft an Mechanik und Saiten:
- Die Mechanik dreht zu leicht oder rutscht: Zieh die kleine Schraube im Stimmknopf etwas fester.
- Die Saite knackt beim Stimmen: Sie klemmt in der Kerbe am Sattel oder Steg; reib weiche Bleistiftmine hinein.
- Neue Saiten dehnen sich: Stimm sie in Schritten hoch und in den ersten Tagen öfter nach.
- Alte, rostige Saiten halten keinen Ton mehr: wechseln.
- Kälte, Wärme und feuchte Luft verstimmen Saiten und Fell; stimm nach, wenn das Banjo den Raum gewechselt hat.
Banjo mit einem Gitarrenstimmgerät stimmen
Ein einfaches Stimmgerät für Gitarre kennt E, A, D, G und H, und mehr braucht Open G nicht: G, D und H. Für Double C mit seinem C und Open D mit Fis braucht es ein chromatisches Gerät oder den Schalter oben. Nach Gehör stimmst du die 4. Saite nach einem Bezugston und die anderen über die Bünde, Schritt für Schritt weiter unten.
Banjo wie Gitarre stimmen
Wer von der Gitarre kommt, hat zwei Wege. Das sechssaitige Gitarrenbanjo ist E A D G H E gestimmt und spielt sich mit den Gitarrengriffen; dafür nimm das Gitarren-Stimmgerät. Ein Viersaiter in Chicago-Stimmung, D G H E, hat die Töne der vier hohen Gitarrensaiten. Auf dem Fünfsaiter geht es auch: Stimm die 1. Saite einen Ganzton höher, von D4 auf E4 (329,63 Hz). Die vier langen Saiten stehen dann auf D G H E wie die vier hohen der Gitarre, und deren Griffe passen; die kurze 5. Saite bleibt auf G4. Das E4 misst das chromatische Stimmgerät, dieses kennt nur die Stimmungen am Schalter. In Open G selbst sind die Griffe eigene, auch wenn die 3. und 2. Saite, G3 und H3, dieselben Töne haben wie auf der Gitarre.
Ist Banjo schwer, schwerer als Gitarre?
In Open G klingen die leeren Saiten schon als G-Dur, und die ersten Griffe wie C und D7 brauchen ein bis drei Finger auf vier Saiten; die kurze 5. Saite wird kaum gegriffen. Schwer ist die Anschlagshand: Die Rolls im Scruggs-Stil oder der Clawhammer-Schlag brauchen Übung. Wer Gitarre spielt, hat Hornhaut und Griffwissen schon. Vom Gitarrenklang unterscheidet sich das Banjo durch das Fell statt der Holzdecke: laut, hell und kurz.
Wie viele Saiten hat ein Banjo, und was spielt man darauf?
- 5 Saiten: das Banjo des Bluegrass und der Old-Time-Musik. Bluegrass in Open G im Scruggs-Stil, nach Earl Scruggs, mit einem Daumen- und zwei Fingerpicks; Old-Time oft in Double C oder Sawmill, im Clawhammer-Stil, bei dem der Fingernagel nach unten auf die Saite schlägt.
- 4 Saiten: das Tenorbanjo in C G D A wie eine Bratsche, im Dixieland und Jazz der 1920er; in der irischen Musik als Irish Tenor in G D A E, eine Oktave unter der Geige. Dazu das Plektrumbanjo mit langem Hals in C G H D.
- 6 Saiten: das Gitarrenbanjo, gestimmt wie eine Gitarre.
- Kleiner: die Banjolele in Ukulelenstimmung G C E A und das Mandolinenbanjo mit acht Saiten in G D A E wie eine Mandoline.
Ein deutsches Wort für Banjo gibt es nicht; es heißt auch hier Banjo. Seine Vorfahren sind westafrikanische Kalebassen-Lauten, die versklavte Menschen nach Amerika mitbrachten; das Akonting der Jola hat schon die kurze Bordunsaite, die der Daumen anschlägt.
Ohne Stimmgerät: nach Gehör
Stimm zuerst die 4. Saite (D3) nach einem Bezugston, etwa vom Tongenerator (146,83 Hz). Dann jede weitere Saite nach einer, die schon stimmt: greif den Bund, schlag beide an und dreh, bis die Schwebung verschwindet.
- Die 3. Saite (G3): 5. Bund der 4. Saite (D3)
- Die 2. Saite (H3): 4. Bund der 3. Saite (G3)
- Die 1. Saite (D4): 3. Bund der 2. Saite (H3)
- Die 5. Saite (G4): 5. Bund der 1. Saite (D4)
Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.
Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.
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