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Gitarren-Stimmgerät
Gitarre stimmen online, kostenlos: E A D G H E von der dicksten zur dünnsten Saite. Zupf eine Saite, die Nadel zeigt die Cent. Drop D, DADGAD, Open G per Tipp.

Tiefes E zuerst, hohes E zuletzt. Mika sagt, welche Saite danebenliegt und ob du spannen oder lockern musst.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.
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Tipp auf Start. Spiel irgendeine Saite und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.
Die Töne zum Gitarre stimmen
Standardstimmung, von der dicksten zur dünnsten Saite
| Saite | Ton | Hz |
|---|---|---|
| 6. (dickste) | E2 | 82,41 |
| 5. | A2 | 110,00 |
| 4. | D3 | 146,83 |
| 3. | G3 | 196,00 |
| 2. | H3 | 246,94 |
| 1. (dünnste) | E4 | 329,63 |
Andere Stimmungen
| Stimmung | Töne | Hz |
|---|---|---|
| Drop D | D2 A2 D3 G3 H3 E4 | 73,4 · 110,0 · 146,8 · 196,0 · 246,9 · 329,6 |
| Halbton tiefer | Es2 As2 Des3 Ges3 B3 Es4 | 77,8 · 103,8 · 138,6 · 185,0 · 233,1 · 311,1 |
| DADGAD | D2 A2 D3 G3 A3 D4 | 73,4 · 110,0 · 146,8 · 196,0 · 220,0 · 293,7 |
| Open G | D2 G2 D3 G3 H3 D4 | 73,4 · 98,0 · 146,8 · 196,0 · 246,9 · 293,7 |
| Open D | D2 A2 D3 Fis3 A3 D4 | 73,4 · 110,0 · 146,8 · 185,0 · 220,0 · 293,7 |
| D-Standard* | D2 G2 C3 F3 A3 D4 | 73,4 · 98,0 · 130,8 · 174,6 · 220,0 · 293,7 |
| Drop C* | C2 G2 C3 F3 A3 D4 | 65,4 · 98,0 · 130,8 · 174,6 · 220,0 · 293,7 |
Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. * Ohne eigenen Schalter: Der Pitch Detector nennt jeden Ton mit Hz und Cent.
So stimmst du die Gitarre mit dem Handy
Gitarre stimmen per App? Dieses Stimmgerät tut dasselbe im Browser, ohne App zum Herunterladen und ohne Konto. Tipp auf „Stimmen starten“ und erlaub das Mikrofon. Halt das Handy 20 bis 30 Zentimeter vor das Schallloch, bei der E-Gitarre ohne Verstärker dicht an die Saiten über den Tonabnehmern. Zupf irgendeine leere Saite und lass sie klingen: Das Stimmgerät erkennt, welche es ist, oder du tippst die Saite oben selbst an. Steht die Nadel links, ist die Saite zu tief: spannen. Rechts ist sie zu hoch: lockern. 100 Cent sind ein Halbton, also ein Bund. Bleibt die Nadel eine knappe halbe Sekunde innerhalb von fünf Cent, kommt der Haken, und die nächste Saite ist dran.
Welche Richtung spannt, hängt davon ab, wie die Saite um den Wirbel läuft: Dreh eine Vierteldrehung, während die Saite klingt, und hör hin. Ist eine Saite zu hoch, dreh sie erst etwas unter den Ton und dann hinauf. So sitzt sie im Sattel und im Getriebe fest und rutscht beim ersten harten Anschlag nicht zurück. Dämpf die Saiten, die du gerade nicht stimmst, mit der Handfläche ab, und stimm in einem leisen Raum, denn das Mikrofon hört alles mit. Wenn alle sechs den Haken haben, geh noch einmal durch: Jede gestimmte Saite zieht ein wenig am Hals, und die ersten können sich um ein paar Cent verschoben haben. Ohne Mikrofon tippst du eine Saite an und hörst ihren Ton; auf dem Handylautsprecher klingt alles unter A2 eine Oktave höher, weil er so tief nicht kommt. Die Schalter über den Saiten wechseln die Stimmung, der Kammerton-Schalter stellt A auf 432, 440 oder 442 Hz.
Die Saiten der Gitarre: E A D G H E
Die sechs Saiten heißen von der dicksten zur dünnsten E, A, D, G, H und E. Die dickste ist die 6. Saite und liegt beim Spielen oben, nah am Gesicht; die dünnste ist die 1. Merksatz: „Eine alte Dame geht heute einkaufen.“ Die beiden E liegen zwei Oktaven auseinander. In Helmholtz-Schreibweise heißen die klingenden Töne E A d g h e¹. Darum schreiben viele das hohe e klein. In Gitarrennoten steht alles eine Oktave höher, als es klingt.
Englische Seiten und viele Apps schreiben E A D G B E. Gemeint ist dieselbe Saite: Das deutsche H heißt international B, und was im Deutschen B heißt, liegt einen Halbton tiefer (B♭). Dieses Stimmgerät zeigt H.
Akustikgitarre, Konzertgitarre (klassische Gitarre), E-Gitarre
Die klassische Gitarre (Konzertgitarre), die Akustik- oder Westerngitarre und die E-Gitarre haben alle dieselbe Standardstimmung E A D G H E. Verschieden ist, was beim Stimmen stört:
- Konzertgitarre: Nylonsaiten dehnen sich nach dem Aufziehen eine Woche oder länger. Stimm in dieser Zeit vor jedem Spielen und zwischendurch.
- Westerngitarre: Stahlsaiten setzen sich in ein, zwei Tagen. Zieh neue Saiten ein paar Mal sanft vom Griffbrett weg und stimm nach, dann halten sie.
- E-Gitarre: Ohne Verstärker ist sie leise; leg das Handy nah an die Saiten oder vor den Lautsprecher des Amps. Ein Tremolo zieht gegen Federn: Stimmst du eine Saite höher, sinken die anderen. Geh drei- bis viermal durch alle sechs, bis keine mehr wandert. Beim Floyd Rose die Klemme am Sattel lösen, grob stimmen, klemmen, dann die letzten Cent mit den Feinstimmern am Steg.
Warum sich die Gitarre verstimmt, und wie oft stimmen
Neue Saiten dehnen sich, Holz und Stahl reagieren auf Wärme und Luftfeuchte, Bendings ziehen die Saiten, und eine Mechanik, die in der Tasche anstößt, verstellt eine Saite. Klemmt eine Saite im Sattel, knackt es beim Stimmen und der Ton springt in Stufen; etwas Bleistiftgraphit in der Kerbe hilft. Stimm vor jedem Spielen und nach einer Stunde noch einmal, nach dem Saitenwechsel am ersten Tag alle paar Minuten. Kommt die Gitarre aus der Kälte, lass sie im Koffer eine halbe Stunde warm werden, bevor du stimmst.
Drop D, Halbton tiefer, DADGAD: wofür die Stimmungen sind
Drop D stimmt nur die 6. Saite einen Ganzton tiefer, auf D2 (73,42 Hz). Powerchords auf den drei tiefen Saiten greifst du dann mit einem Finger. Halbton tiefer spielen Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Slash; die Saiten sind lockerer und lassen sich leichter ziehen. DADGAD klingt offen, im Folk und in Led Zeppelins „Kashmir“. Open G und Open D ergeben leer angeschlagen einen Dur-Akkord, für Slide und Blues; Keith Richards spielt Open G. Für D-Standard und Drop C gibt es hier keinen Schalter, die Töne stehen in der Tabelle oben.
12-saitige Gitarre stimmen
Die 12-saitige hat sechs Saitenpaare in E A D G H E. Bei den vier tiefen Paaren liegt neben jeder Saite eine dünnere eine Oktave höher, H und E sind doppelt im gleichen Ton. Stimm in jedem Paar zuerst die dickere Saite, dann die zweite nach ihr. Viele stimmen die 12-saitige einen Ganzton tiefer, weil zwölf Saiten den Hals stark ziehen. Paar für Paar geht es mit dem Stimmgerät für 12-saitige Gitarre.
Kammerton: 440, 442 oder 432 Hz
Die Tabellen gelten für A4 = 440 Hz, den Standard nach ISO 16. Spielst du mit einem Klavier oder einer Band, stimm auf deren A. 442 Hz liegen knapp 8 Cent höher, 432 Hz knapp 32 Cent tiefer; mehr dazu beim 432-Hz-Stimmgerät.
Stimmt leer, klingt gegriffen schief: Bundreinheit
Klingen die leeren Saiten sauber, aber Akkorde weiter oben am Hals schief, liegt es selten an der Stimmung, sondern an der Bundreinheit. So prüfst du sie: Stimm die Saite, spiel das Flageolett am 12. Bund und dann den gegriffenen Ton im 12. Bund. Beide sollen dasselbe zeigen. Ist der gegriffene zu hoch, muss der Reiter am Steg ein Stück nach hinten, weg vom Hals; ist er zu tief, nach vorn. An der E-Gitarre geht das mit der Schraube am Reiter, an Western- und Konzertgitarre macht es die Werkstatt. Prüf es mit neuen Saiten: Alte lassen sich oft gar nicht mehr rein einstellen. Ein Kapodaster zieht die Saiten leicht hoch; stimm mit Kapo nach.
Auf welchem Bund stimmt man? 5. Bund und Flageolett
Gestimmt werden die leeren Saiten. Zum Vergleich nach Gehör greifst du den 5. Bund der tieferen Saite, zwischen G- und H-Saite den 4. Bund, weil dort eine große Terz liegt statt einer Quarte (die Liste steht unten). Zwei Fallen: Wer fest greift, drückt den Ton hoch, und kleine Fehler addieren sich von Saite zu Saite. Flageoletts lassen sich genauer vergleichen: das am 5. Bund der tieferen gegen das am 7. Bund der höheren Saite. Das gilt für E/A, A/D und D/G. Zwischen G und H geht es nicht: Stimm die leere H-Saite nach dem Flageolett am 7. Bund der tiefen E-Saite (H3, 247,2 Hz, 2 Cent über der Anzeige), die hohe e-Saite nach dem Flageolett am 5. Bund der tiefen E-Saite (E4, genau 329,6 Hz). Die Quarten aus Flageoletts treffen aber nicht die Anzeige hier: Sie sind rein, jede knapp 2 Cent enger als die gleichstufige Stimmung des Stimmgeräts. Von E über A und D bis G liegt die G-Saite so fast 6 Cent zu tief, genug, dass Akkorde schweben. Prüf am Ende mit ein paar Akkorden oder mit der Nadel.
Mit Stimmgabel oder Klavier stimmen
Die Stimmgabel gibt a¹ = 440 Hz. Das ist das Flageolett am 5. Bund der A-Saite (4 × 110 Hz) und der gegriffene 5. Bund der hohen e-Saite. Stimm danach zuerst die A-Saite und von ihr aus die anderen; die tiefe E-Saite stimmt, wenn ihr 5. Bund wie die leere A-Saite klingt. Vom Klavier: Die tiefe E-Saite ist das große E (E2), das zweite E unter dem eingestrichenen c in der Mitte der Tastatur, die A-Saite das nächste A darüber (A2). Tippst du oben auf die E-Saite, spielt das Handy ihren Ton; sein Lautsprecher bringt ihn eine Oktave höher, als E3. Vergleich ihn dann mit dem Flageolett am 12. Bund der E-Saite.
Ohne Stimmgerät: nach Gehör
Die Töne der Saiten, von der 6. zur 1.: E A D G H E (E2 A2 D3 G3 H3 E4).
Stimm zuerst die 6. Saite (E2) nach einem Bezugston, etwa vom Tongenerator (82,41 Hz). Dann jede weitere Saite nach einer, die schon stimmt: greif den Bund, schlag beide an und dreh, bis die Schwebung verschwindet.
- Die 5. Saite (A2): 5. Bund der 6. Saite (E2)
- Die 4. Saite (D3): 5. Bund der 5. Saite (A2)
- Die 3. Saite (G3): 5. Bund der 4. Saite (D3)
- Die 2. Saite (H3): 4. Bund der 3. Saite (G3)
- Die 1. Saite (E4): 5. Bund der 2. Saite (H3)
Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.
Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.
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