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Stimmgerät für 12-saitige Gitarre

12-saitige Gitarre stimmen im Handy-Browser: E A D G H E in sechs Paaren, die tiefen vier mit Oktavsaite. Mit Frequenzen, Reihenfolge, Ganzton tiefer, nach Gehör.

Mika, der Resident

Zwölf Saiten, sechs Töne. Mika faltet die Oktaven und hört, bis jedes Paar still steht.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.

E2

Tipp auf Start. Spiel das E-Saitenpaar und lass es klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.

12-saitige Gitarre: Saiten, Töne und Frequenzen

ChorHauptsaitePartnersaite
6.E2 · 82,41 HzE3 · 164,81 Hz, Oktave
5.A2 · 110,00 HzA3 · 220,00 Hz, Oktave
4.D3 · 146,83 HzD4 · 293,66 Hz, Oktave
3.G3 · 196,00 HzG4 · 392,00 Hz, Oktave
2.H3 · 246,94 HzH3 · 246,94 Hz, gleich
1.E4 · 329,63 HzE4 · 329,63 Hz, gleich

Einen Ganzton tiefer: D G C F A D

ChorHauptsaitePartnersaite
6.D2 · 73,42 HzD3 · 146,83 Hz
5.G2 · 98,00 HzG3 · 196,00 Hz
4.C3 · 130,81 HzC4 · 261,63 Hz
3.F3 · 174,61 HzF4 · 349,23 Hz
2.A3 · 220,00 HzA3 · 220,00 Hz
1.D4 · 293,66 HzD4 · 293,66 Hz

Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Die Stimmgabel mit 440 Hz gibt das a′, zwei Oktaven über der dicken A-Saite (110 Hz) und eine über der dünnen (220 Hz).

12-saitige Gitarre stimmen mit Stimmgerät: zwei Runden

Die 12-saitige Gitarre ist gestimmt wie ein Sechssaiter, E A D G H E (E2 A2 D3 G3 H3 E4), nur hat jede Saite eine Partnersaite: auf E, A, D und G eine dünne Oktavsaite, auf H und hohem E eine gleich gestimmte. Tipp auf Stimmen starten und stimm in der ersten Runde je eine Saite pro Paar, die sechs Hauptsaiten vom tiefen E bis zum hohen E. Die Partnersaite dämpfst du mit einem Finger, oder setz das Plektrum zwischen den beiden Saiten an und zupf die eine nach oben, die andere nach unten weg, von innen nach außen. Bei fünf Cent oder weniger kommt der Haken, und das Stimmgerät geht zur nächsten.

Nach dem sechsten Haken geht das Mikrofon aus. Tipp noch einmal auf Stimmen starten: Das Stimmgerät beginnt wieder beim tiefen E, und du stimmst die Partnersaiten. Die Nadel misst eine Oktavsaite gegen denselben Ton wie ihre Hauptsaite, E3 zeigt am E dieselben Cent wie E2; welche Oktave es ist, zeigt sie nicht. Klingt eine dünne Saite schlaff und schnarrt, steht sie eine Oktave zu tief: Leer muss sie so hoch klingen wie ihre Hauptsaite im 12. Bund. Das Oktav-G lässt du dabei aus: Fragt das Stimmgerät nach dem G, tipp gleich auf das H. Ganz am Ende fragt es das G noch einmal, solange das Mikrofon läuft, und du ziehst die dünne Saite als letzte hoch. Ohne Mikrofon tippst du einen Ton an und hörst ihn.

Die Oktav-G-Saite: warum sie reißt

Die Partnersaite auf G steht auf G4, 392 Hz: höher als das hohe E mit 329,63 Hz und damit der höchste Ton der leeren Gitarre, auf einer Saite von oft nur 0,008 bis 0,010 Zoll. Sie läuft nah an ihrer Belastungsgrenze. Zieh sie langsam hoch, mit Blick auf die Nadel, und nie über den Ton hinaus. Reißt sie öfter, prüf die Kerbe im Sattel und die Auflage am Steg auf scharfe Kanten. Und falls du in einem Forum liest, die dicke A-Saite gehöre auf 440 Hz und die dünne auf 880: Die dicke klingt mit 110 Hz, die dünne mit 220.

Reihenfolge und Zug: warum ein Durchgang nicht reicht

Zwölf Saiten ziehen deutlich stärker am Hals als sechs. Jede Saite, die du hochstimmst, biegt den Hals ein wenig nach vorn und nimmt den anderen ein paar Cent. Deshalb erst alle sechs Hauptsaiten, dann die sechs Partnersaiten, dann ein Kontrolldurchgang über alle zwölf; nach neuen Saiten zwei. Neue Saiten dehnst du, indem du jede am 12. Bund ein, zwei Zentimeter vom Griffbrett wegziehst und nachstimmst, bis sie steht.

Eine 12-saitige E-Gitarre, etwa von Rickenbacker, stimmst du genauso. Unverstärkt klingt sie leise: Halt das Handy nah an die Saiten oder stimm über den Verstärker.

Einen Ganzton oder Halbton tiefer stimmen

Viele Zwölfsaiter bleiben dauerhaft einen Ganzton tiefer, D G C F A D, oder einen Halbton tiefer: weniger Zug auf Hals und Steg, leichteres Greifen, seltener ein gerissenes Oktav-G. Mit einem Kapodaster im 2. Bund klingt der Ganzton tiefer wieder wie Standard, und die gewohnten Griffe passen; für den breiten Hals gibt es eigene, breitere Kapodaster. Lead Belly, der bekannteste Zwölfsaiter-Spieler des Blues, stimmte seine Stella sogar mehrere Halbtöne tiefer. Den Ganzton tiefer stellst du oben mit dem Schalter „Ganzton tiefer“ ein. Für einen Halbton tiefer, DADGAD, Open G oder Open D nimm das Gitarren-Stimmgerät: Es misst Oktavsaiten genauso gegen ihren Ton. In DADGAD folgen die Partnersaiten ihren Hauptsaiten, Oktaven auf den vier tiefen Paaren, Einklang auf den zwei hohen. Jede andere Stimmung, etwa Open C, misst das chromatische Stimmgerät.

Die Partnersaiten nach Gehör stimmen

Willst du die 12-saitige Gitarre ohne Stimmgerät stimmen, bringst du die Hauptsaiten wie bei jeder Gitarre über die Bünde auf Ton, Schritt für Schritt weiter unten. Die Partnersaiten danach: Eine Oktavsaite leer muss genauso klingen wie ihre Hauptsaite im 12. Bund, eine Einklangsaite wie ihre leere Partnersaite. Schlag beide zusammen an und dreh, bis das Wabern verschwindet; bei der Oktave hörst du es als leises Flattern im Ton. Ganz gleich sind zwei Saiten nie, und dieser kleine Rest macht den Chorus, für den man einen Zwölfsaiter kauft.

Saiten-Anordnung: welche Saite zuerst klingt

Bei den meisten Zwölfsaitern liegt die Oktavsaite auf der Bassseite ihres Paars, beim Spielen also oben: Beim Abschlag trifft das Plektrum sie zuerst, und der helle Ton führt. Rickenbacker baut es umgekehrt. Beim Saitenwechsel kommt jede neue Saite an den Platz der alten; vertauscht passen die Kerben im Sattel nicht, und die Gitarre klingt anders.

12-saitige Gitarre: kurz gefragt

Was ist das Besondere an einer 12-saitigen Gitarre?

Der Klang: Die Oktavsaiten legen einen hellen Glanz über jeden Akkord, und die zwei Saiten eines Paars schweben leicht gegeneinander, ein eingebauter Chorus. Zu hören bei den Byrds in „Mr. Tambourine Man“, im ersten Akkord von „A Hard Day's Night“ der Beatles und bei Led Zeppelin in „Stairway to Heaven“. Man nennt sie auch Zwölfsaiter oder 12-String.

Wie spielt man sie, und ist sie schwerer als ein Sechssaiter?

Die Griffe sind dieselben, nur drückt jeder Finger zwei Saiten. Das braucht mehr Kraft, der Hals ist breiter, und ungenaues Greifen schnarrt. Für den Anfang ist der Sechssaiter leichter; wer sie schon spielt, nimmt alle Griffe mit.

Wie heißen die Gitarrensaiten in der Eselsbrücke?

„Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen“: E A D G H E, von der tiefen zur hohen Saite. Auf dem Zwölfsaiter gilt sie für die Hauptsaiten.

Ohne Stimmgerät: nach Gehör

Stimm zuerst die 6. Saite (E2) nach einem Bezugston, etwa vom Tongenerator (82,41 Hz). Dann jede weitere Saite nach einer, die schon stimmt: greif den Bund, schlag beide an und dreh, bis die Schwebung verschwindet.

  • Die 5. Saite (A2): 5. Bund der 6. Saite (E2)
  • Die 4. Saite (D3): 5. Bund der 5. Saite (A2)
  • Die 3. Saite (G3): 5. Bund der 4. Saite (D3)
  • Die 2. Saite (H3): 4. Bund der 3. Saite (G3)
  • Die 1. Saite (E4): 5. Bund der 2. Saite (H3)

Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

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