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Kalimba-Stimmgerät

Kalimba stimmen im Browser, ohne App: zupf eine Lamelle, die Nadel zeigt die Cent, und hier steht, wohin der Hammer klopft. 17 oder 8 Lamellen in C.

Mika, der Resident

Eine Lamelle anzupfen und klingen lassen. Mika sagt, wohin der Hammer klopft, Lamelle für Lamelle.Das Mikrofon geht aus, wenn du stoppst, wenn alles stimmt oder nach einer halben Minute Stille. Nichts wird aufgenommen.

C4

Tipp auf Start. Zupf die C-Lamelle und lass sie klingen. Ohne Mikrofon: tipp oben auf einen Ton, dann hörst du ihn.

Die Töne der Kalimba mit 17 Lamellen (Zungen)

In C-Dur, so wie du die Kalimba vor dir hältst. Bei den meisten Modellen liegt die tiefste Lamelle in der Mitte, die nächsten abwechselnd links und rechts davon.

TonZifferWoHz
C41Mitte261,63
D421. links293,66
E431. rechts329,63
F442. links349,23
G452. rechts392,00
A463. links440,00
H473. rechts493,88
C51°4. links523,25
D52°4. rechts587,33
E53°5. links659,26
F54°5. rechts698,46
G55°6. links783,99
A56°6. rechts880,00
H57°7. links987,77
C61°°7. rechts1046,50
D62°°8. links, ganz außen1174,66
E63°°8. rechts, ganz außen1318,51

Andere Kalimbas

KalimbaTöne
8 Lamellen in CC4 D4 E4 F4 G4 A4 H4 C5, 261,6 bis 523,3 Hz
21 Lamellen in Cmeist F3 G3 A3 H3 (174,6 · 196,0 · 220,0 · 246,9 Hz), darüber C4 bis E6 wie die 17

Bei A4 = 440 Hz; der Kammerton-Schalter oben verschiebt alle. Die Ziffern wie auf vielen Kalimbas und in Tabs: ° heißt eine Oktave höher.

Kalimba richtig stimmen: Stimmgerät und Stimmhammer

Leg das Handy neben die Kalimba, tipp auf Start und zupf die lange Lamelle in der Mitte, das C4. Das Stimmgerät geht die Lamellen von tief nach hoch durch, C4, D4, E4 und so weiter bis E6, also abwechselnd links und rechts der Mitte. Die Nadel und die Cent zeigen, wie weit der Ton danebenliegt; hält er sich eine knappe halbe Sekunde innerhalb von fünf Cent, kommt ein Haken, und die nächste Lamelle ist dran. Leg dabei einen Finger auf die Nachbarlamellen, sonst schwingen sie mit, und die Nadel springt zwischen zwei Tönen. Willst du mit einer anderen Lamelle anfangen, tipp sie oben an; vor dem Start spielt der Tipp ihren Ton vor.

Eine Lamelle klingt umso tiefer, je länger ihr freies Ende vor dem Steg ist. Zu tief: Klopf mit dem Stimmhammer leicht auf die Spitze, die unter deinem Daumen liegt, in Richtung Steg; die Lamelle rutscht ein Stück unter dem Steg durch, der freie Teil wird kürzer, der Ton höher. Zu hoch: Klopf auf das hintere Ende, das hinter dem Steg herausschaut, zu dir hin; der freie Teil wird länger, der Ton tiefer. Die Tonhöhe hängt am Quadrat der Länge: Ein Viertelmillimeter macht eine 5 cm lange Lamelle um etwa 17 Cent höher oder tiefer, eine 2,5 cm kurze ganz außen um etwa 35. Also kleine Schläge, und nach jedem neu zupfen.

Was du zum Stimmen brauchst

Einen Stimmhammer; die meisten Hersteller legen ihn bei. Ohne tut es ein kleiner Hammer mit einem Stück Stoff dazwischen, damit die Lamelle keine Kerben bekommt. Ein Stimmgerät: dieses hier im Browser oder jedes chromatische, das Töne bis gut 1.300 Hz liest, so hoch liegt das E6. Und einen ruhigen Raum, das Handy eine Handbreit vor den Lamellen.

Kalimba stimmen ohne App

Eine App brauchst du dafür nicht. Diese Seite läuft im Browser des Handys, kostenlos und ohne Konto, liest den Ton übers Mikrofon und schickt den Klang nirgendwohin. Anders als eine allgemeine Stimm-App kennt sie die Reihenfolge der Lamellen und sagt bei jeder, in welche Richtung der Hammer klopft. Jede kostenlose chromatische Stimm-App geht auch; dann suchst du dir den Zielton selbst aus der Tabelle oben.

Die Ziffern auf den Lamellen

Viele Kalimbas tragen Ziffern oder Buchstaben auf den Lamellen: 1 bis 7 sind C D E F G A H, ein Punkt oder ° darüber heißt eine Oktave höher, zwei davon zwei Oktaven. Kalimba-Noten zum Spielen nach Zahlen schreiben dieselben Ziffern. Englische Gravuren schreiben B statt H; gemeint ist derselbe Ton, beim H4 493,88 Hz.

Kalimba mit 17, 8 oder 21 Zungen

Die Kalimba mit 17 Zungen, also Lamellen, in C geht von C4 bis E6, das ist der erste Schalter oben. Die mit 8 Zungen spielt eine Oktave, C4 bis C5, der zweite Schalter. Eine Kalimba mit 21 Zungen hat meist vier tiefere unter dem C, F3, G3, A3 und H3: Die oberen 17 stimmst du mit dem ersten Schalter, die vier tiefen mit dem chromatischen Stimmgerät, das jeden Ton benennt. Mini-Kalimbas mit 7 oder 9 Lamellen und Sansulas sind oft pentatonisch oder in Moll gestimmt, je nach Hersteller; dafür nimmst du ebenfalls das chromatische Stimmgerät und die Tonliste des Herstellers. Hokema-Kalimbas und Sansulas gibt es in benannten Stimmungen wie Pygmy, Sunflower oder g-Moll; welche Töne dazugehören, nennt Hokema zum jeweiligen Modell. Stimm sie mit dem chromatischen Stimmgerät nach dieser Liste.

Kalimba umstimmen: G-Dur, F-Dur, a-Moll

Für a-Moll änderst du nichts: Es hat dieselben Töne wie C-Dur, nur kreisen die Melodien um das A. Für G-Dur werden alle F zu Fis, auf der 17er sind das F4 und F5, je einen Halbton höher, also zum Steg hin klopfen. Für F-Dur werden H4 und H5 zu B, einen Halbton tiefer. Ein Halbton sind knapp 3 Prozent der Länge, bei einer 5 cm langen Lamelle 1,4 mm. Weiter als ein, zwei Halbtöne lässt sich eine Lamelle selten schieben, ohne dass sie vorn zu kurz oder hinten zu lang wird. Die umgestimmten Töne liest das chromatische Stimmgerät; die Schalter hier bleiben in C.

Wenn die Kalimba sich verstimmt oder schnarrt

Geh am Ende alle Lamellen noch einmal durch: Sie sitzen unter einer gemeinsamen Druckleiste, und ein Schlag auf die eine kann die Nachbarn mitbewegen. Neue Kalimbas kommen oft verstimmt an, weil sich die Lamellen beim Transport verschieben; einmal gestimmt, halten sie meist lange. Wärme ändert wenig: Zehn Grad wärmer machen eine Stahllamelle etwa 2 Cent tiefer, weil der Stahl etwas weicher wird. Schnarrt ein Ton, berührt die Lamelle oft eine Nachbarin oder liegt locker: Schieb sie seitlich zurück in die Mitte ihres Platzes, und hat die Druckleiste Schrauben, zieh sie vorsichtig nach. Bewegt sich eine Lamelle auch bei festen Schlägen nicht, lockere die Schrauben der Druckleiste eine Viertelumdrehung, stimm, und zieh sie danach wieder an.

Woher die Kalimba stammt

Die Kalimba ist ein Lamellophon aus Afrika. Lamellophone mit Metallzungen, Vorfahren der Mbira in Simbabwe, gibt es im Tal des Sambesi seit rund 1.300 Jahren, unter Dutzenden Namen. Die Kalimba in westlicher Dur-Stimmung entwickelte der Musikethnologe Hugh Tracey Mitte der 1950er Jahre in Südafrika aus der Mbira und verkaufte sie ab Ende der 1950er Jahre auch ins Ausland (beides nach Wikipedia „Kalimba“, Stand 2026). Traditionelle Stimmungen wie Nyamaropa liegen zum Teil zwischen den Tönen der gleichstufigen Leiter: Eine solche Kalimba ist nicht verstimmt, nur weil die Nadel nicht in die Mitte geht.

Die gestimmten Töne kannst du in Brumm als kurze Melodie über einem Beat weiterspielen.

Audio: dein Mikrofon, erst an, wenn du tippst. Der Klang wird in diesem Tab ausgewertet und nie verschickt. Nichts vom Audio erreicht die Besucherzählung.

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